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Airbus-Chef Thomas Enders in "Lufthansa Exclusive": "Ich glaube an das Elektroflugzeug"

Einen Vorstoß von Airbus in andere Branchen erwartet Enders nicht, ein Elektroauto werde man nicht bauen. "Aber ein Elektroflugzeug schon. Bei der Entwicklung von Elektroantrieben sind wir führend. Im Juli haben wir mit einem kleinen Elektroflieger den Ärmelkanal überquert. Das mag zwar nur wie ein kleiner Schritt erscheinen, aber er ist bedeutsam, wenn wir in 20 Jahren vielleicht einen 100-Sitzer mit Elektroantrieb bauen. Wir glauben an diese Technologie - auch wenn wir heute noch nicht genau sagen können, wo uns das hinführen wird. Aber ohne Wagnisse gibt es keinen Fortschritt!"

 

Leistungsstarke Batterie in Audi Elektroauto

Audi wird auf der Basis von leistungsfähigen Batteriezellen der koreanischen Zulieferer LG Chem und Samsung SDI die Batterie für ein rein elektrisch angetriebenes Sports Utility Vehicle entwickeln. Die beiden Audi-Partner wollen in Europa in die Zelltechnologie investieren und das Ingolstädter Unternehmen aus den europäischen Standorten heraus beliefern. Die neue Technologie soll den Fahrern des Audi Sports Utility Vehicle eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern sichern. Mit unserem ersten batterie-elektrischen Audi SUV verknüpfen wir emissionsfreien Antrieb und Fahrspaß", sagt Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi Entwicklungsvorstand.

 

Umfrage: Mehr als zwei Drittel der Verbraucher ziehen beim nächsten Kauf Autos mit alternativen Antrieben in Betracht

Die Zukunft gehört Autos mit alternativen Antrieben. Für eine Vielzahl an deutschen Verbrauchern stellt die zukünftige Anschaffung von Elektro-, Hybrid, oder Autogasfahrzeugen eine Alternative dar und rund 69 Prozent würden künftig den Kauf eines solchen Wagens in Erwägung ziehen. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint unter mehr als 1.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Lediglich für ein Drittel der Befragten sind Autos mit konventionellen Diesel- und Benzinmotoren auch weiterhin die erste Wahl.

 

Hybridautos auf dem Vormarsch

Die vorliegende Studie verschafft einen Eindruck über die Einstellung der Verbraucher gegenüber ihrem Zukunftsauto. Laut den Ergebnissen liegen vor allem Hybridautos mit rund 41 Prozent in der Gunst der Befragten vorne. Ein Drittel der Verbraucher bevorzugt Autos mit Gas als Kraftstoffantrieb und mit nur 25 Prozent bleiben reine Elektroautos als zukünftiges Fortbewegungsmittel etwas dahinter zurück. Zwar liegen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Vergleich der Geschlechter bei Männern leicht vorne, größere Unterschiede zeigen sich jedoch eher zwischen den Generationen: Während 62 Prozent der 50 bis 69-Jährigen Autos mit alternativen Antrieben offen gegenüber stehen, sind es bei den 16- bis 29-Järigen schon 76 Prozent. Eine frühere Befragung von BearingPoint zum Thema umweltfreundliche Transporte belegte schon einmal, dass die junge Generation umweltsensibler ist. Hierfür wurden sogar höhere Preise akzeptiert - je jünger die Altersklasse und je höher das Einkommen, desto höher war auch die Bereitschaft mehr für klimafreundliche Transporte zu zahlen.

 

McKinsey-Studie: 2030 jedes zweite Neufahrzeug einen (teil-)elektrischen Antrieb

Strengere Emissionsvorschriften, bessere Ladeinfrastruktur und niedrigere Batteriepreise werden die Verkäufe von E-Fahrzeugen weiter ankurbeln. In einem optimistischen Szenario – mit regulatorischer Förderung und steigendem Kundeninteresse – dürfte nach den Prognosen von McKinsey 2030 jedes zweite Neufahrzeug einen (teil-)elektrischen Antrieb haben. Auch hier werden sich regional unterschiedliche Märkte herausbilden: In großen Städten werden E-Autos eine sehr viel größere Rolle spielen als auf dem Land.

Studien- Link: www.mckinsey.de/sites/mck_files/files/automotive_revolution_perspective_towards_2030.pdf

 

E-Mobilität: Marktdurchdringung ist weltweit weiterhin verhalten

Der Marktanteil von Elektrofahrzeugen in den sieben führenden Automobilnationen Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea verharrt weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Mitverantwortlich dafür ist neben der unzureichenden Batteriereichweite vor allem der Mangel an geeigneten Vertriebskonzepten, um die Kunden vom Kauf zu überzeugen. Das ist ein zentrales Ergebnis des jüngsten "Index Elektromobilität", den Roland Berger und die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka) für das dritte Quartal 2015 präsentieren. Der Index vergleicht regelmäßig die relative Wettbewerbsposition der sieben führenden Automobilnationen im Bereich der Elektromobilität nach den Indikatoren Technologie, Industrie und Markt. Die bis 2021 geltenden Emissionsgrenzen setzen die Autohersteller (OEMs) doppelt unter Druck: Um Strafzahlungen zu vermeiden, müssen sie einerseits die Grenzwerte einhalten. Dafür ist ein bestimmter Anteil an Elektrofahrzeugen in der Flotte unabdingbar. Andererseits können Automobilhersteller die hohen Technologiekosten für diese Fahrzeuge nicht in vollem Maße an die Kunden weitergeben. Die OEMs reagieren darauf mit einem modularen Baukastensystem; denn dadurch können sie mittelfristig Elektro- und Hybridautos in allen Fahrzeugklassen anbieten. Neben dem passenden Angebot fehlen aber auch noch schlüssige Vertriebskonzepte, um Elektromodelle zu verkaufen. "Elektroautos werden bisher kaum oder gar nicht beworben", sagt Roland Berger-Partner Thomas Schlick. "Kein Wunder, dass potenzielle Kunden gar nicht auf den Geschmack kommen."

 

Mit dem Elektroauto quer durch Deutschland

Elektromobilität wird deutlich einfacher: Tank & Rast setzt zusammen mit Technologiepartner RWE einen Meilenstein zur Förderung der Ladeinfrastruktur auf deutschen Autobahnen. In den nächsten fünf Monaten wird RWE Effizienz insgesamt 49 Autobahnraststätten von Tank & Rast mit hochmodernen Schnellladesäulen ausstatten. Besitzer eines Elektroautos können damit bald auch bei längeren Fahrten schnell und komfortabel Strom "nachtanken". Je nach Fahrzeugmodell beträgt die Ladedauer lediglich 15 Minuten für ca. 100 Kilometer Reichweite. Dr. Karl-H. Rolfes, Vorsitzender der Geschäftsführung von Tank & Rast, betont: "Mit unserem modernen Schnellladenetz und RWE als kompetentem Partner wollen wir einen spürbaren Beitrag leisten, um der Elektromobilität als wichtige neue Antriebstechnologie in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Als führender Dienstleister auf deutschen Autobahnen möchte Tank & Rast Reisenden mit E-Fahrzeugen gerade bei längeren Fahrten eine verlässlich kalkulierbare Ladeinfrastruktur bieten."

 

IKEA setzt auf schnelle E-Tankstellen

Bereits heute sind die IKEA Häuser in Berlin-Lichtenberg, Bremerhaven, Freiburg, Hamburg-Altona, Lübeck, Kaiserslautern und Rostock mit E-Tankstellen ausgestattet. "In einem nächsten Schritt werden wir bis Ostern Sindelfingen, Mannheim, Walldorf, Ludwigsburg, Ulm, Augsburg und Würzburg mit entsprechenden Schnelladestationen ausstatten", so Ulf Wenzig, Sustainability Manager IKEA Deutschland. Über eine Million Euro investiert IKEA in die sieben neuen E-Tankstellen. Mit ihnen sind dann 14 IKEA Standorte mit Elektrotankstellen ausgerüstet. Bis zum Jahr 2020 sollen alle 50 IKEA Standorte in Deutschland eine schnelle E-Tankstelle haben. Zum Betrieb der Ladesäulen nutzt IKEA zu 100 Prozent Ökostrom. Das Aufladen wird kostenlos für alle sein. "Unsere Kunden können während ihres Einkaufs ihre Elektroautos je nach Modell vollständig aufladen", erklärt Einrichtungshauschefin Alex Preußer. Die E-Tankstellen werden während der IKEA Öffnungszeiten in Betrieb sein. Die Kunden finden sie in der Regel direkt vor dem Einrichtungshaus in unmittelbarer Nähe vom Eingang und den Familienparkplätzen.

 

Reichweitensteigerung von Elektroautos

Die Batteriezelle leistungsfähiger zu machen, ist eine der größten Herausforderungen für die Automobilindustrie. Zum einen, weil die Batterietechnologie die Reichweite der Elektroautos entscheidend bestimmt, zum anderen wegen ihres hohen Anteils an den Fahrzeugkosten. Der Multitechnologiekonzern 3M hat ein neues Material entwickelt, das die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos um bis zu 40 Prozent erhöht. Die marktreife Technologie ermöglicht eine deutliche Steigerung der Reichweite dieser Fahrzeuge.

 

Fossile Kraftstoffe sparen: Photovoltaik-Diesel-Hybridsysteme auf dem Vormarsch

In neuen Märkten und Anwendungsfeldern ergänzt die Photovoltaik erfolgreich die bislang weltweit verbreiteten Dieselgeneratoren. Besonders für industrielle Großverbraucher in abgelegenen, aber sonnenreichen Regionen sind Solar-Diesel-Hybrid-Systeme schon heute eine wirtschaftlich lohnende Alternative. Vom 9. bis 12. Juni 2015 bietet die Off-Grid Plattform im Rahmen der Intersolare Europe in München einen Überblick über Anwendungen und Märkte der netzunabhängigen Photovoltaik.

Photovoltaik-Diesel-Hybridsysteme verdrängen in netzfernen Regionen immer mehr die rein fossilen Stromerzeuger. Trotz sinkender Ölpreise wächst dabei die weltweite Nachfrage nach Strom aus Photovoltaik (PV). Der Grund: PV-Module kosten heute 75 Prozent weniger als noch vor sechs Jahren. Die Gestehungskosten der PV sind laut der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien in vielen Regionen auf das Niveau der Stromproduktion mit fossilen Energieträgern gesunken oder liegen darunter. Damit haben Photovoltaik-Diesel-Hybridsysteme das Potenzial vor allem in netzfernen Gebieten, die herkömmlichen Dieselgeneratoren zu ersetzen. In Bolivien etwa wird derzeit das weltweit größte PV-Diesel-Hybrid-Kraftwerk mit Li-Ionen-Speichern gebaut. Auch die deutsche Bundeswehr setzt künftig auf mobile Solar-Container mit PV-Modulen und Batteriespeichern, um fossilen Kraftstoff einzusparen.

 

Hohe Zustimmung bei jungen Fahrern für Elektro-Fahrzeuge

Zwei Drittel (73 Prozent) der Deutschen zwischen 18 und 24 Jahren würden ein Elektro-Auto nutzen, wenn es in Leistung und Preis mit einem herkömmlichen Kfz vergleichbar wäre. Immerhin 26 Prozent der Befragten halten ein Elektro-Fahrzeug auch dann noch für eine attraktive Alternative, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis etwas ungünstiger ausfallen würde als das eines Benziners oder Diesels. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Umfrage im Rahmen der Allianz Studie "Jung und urban" des Allianz Zentrum für Technik. Die wachsende Bereitschaft der Deutschen, ein Elektro- oder Hybridauto zu fahren, wird auch an der gestiegenen Anzahl zugelassener Fahrzeuge deutlich. Betrug die Anzahl der Hybridfahrzeuge* Anfang 2013 noch 86.587, wurden zum 1.1. 2015 bereits 107.754 Fahrzeuge (+ 25,9 Prozent) verzeichnet. Die Anzahl der Elektro-Autos hat sich in der gleichen Zeit verdoppelt und liegt nun bei 18.948 (+ 55,9 Prozent). Weltweit waren zum Jahresanfang ca. 740.000 Autos mit Elektro-Antrieb zugelassen.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist die Zahl der Neuzulassungen von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb in Deutschland dennoch gering. "Die Bereitschaft junger Menschen, ein Elektro-Fahrzeug zu nutzen, ist mit 73 Prozent sehr hoch. Aber das fehlende Netz an Elektro-Tankstellen und die hohen Anschaffungskosten schrecken viele vom Kauf ab. Nun sind Industrie und Politik gefragt, die Voraussetzungen zu schaffen, um Elektro-Autos salonfähig zu machen", sagt Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG.

 

Geringere Brandgefahr

 

Für Elektro- und Hybridautos spricht nicht nur der umweltfreundliche Antrieb, sondern auch die im Vergleich geringere Brandgefahr. So liegt nach Erkenntnissen des Allianz Zentrum für Technik die Brandgefahr bei Hybridfahrzeugen trotz der zusätzlichen Hochvoltanlage um circa zehn Prozent niedriger als bei vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor. Noch besser sieht es bei reinen Elektro-Autos aus. "Für Elektro-Fahrzeuge der bekannten Hersteller ist derzeit noch kein Brandschaden gemeldet", sagt Dr. Vollert.

 

Ökostrom aus Deutschland für Elektroautos

Ab sofort bietet LichtBlick Fahrern von Elektroautos sauberen und günstigen FahrStrom an. Zuhause tankt der FahrStrom-Kunde 100 Prozent zertifizierten Ökostrom aus Deutschland. Damit der Fahrer sein E-Fahrzeug auch an einer öffentlichen Ladesäule laden kann, erhält er den LichtBlick-Ladechip. Mit dem Ladechip kann der Kunde an über 15.000 Stromtankstellen in ganz Europa schnell und einfach Strom tanken, der über LichtBlick abgerechnet wird.

"Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Im ersten Schritt sorgen wir dafür, dass Elektroautos mit echtem Ökostrom emissionsfrei fahren. Aber wir denken schon weiter: In Zukunft stabilisieren Batteriespeicher die Stromnetze. Elektroautos werden damit ein Grundpfeiler der dezentralen und vernetzten Energiewelt", sagt Heiko von Tschischwitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von LichtBlick.

Die meisten Verbraucher tanken ihr Elektroauto zuhause. Hier zahlen FahrStrom-Kunden den gleichen Preis wie für den Haushaltsstrom von LichtBlick: 26,44 Cent pro Kilowattstunde brutto.

Unabhängigen Energieanbietern wie LichtBlick ist es bisher noch nicht erlaubt, öffentliche Stromtankstellen zu beliefern. Hier tanken Kunden den örtlich angebotenen Strom, der dann über LichtBlick abgerechnet wird. Die Stromqualität an der öffentlichen Ladesäule bestimmt derzeit noch der jeweilige Ladesäulenbetreiber. LichtBlick setzt sich dafür ein, dass künftig jeder Anbieter seinen Strom direkt an jede öffentliche Ladesäule liefern kann.

 

E-Autos: Wucher-Tarife beim Stromtanken

Die Stromkosten für Elektrofahrzeuge übersteigen die Kosten für Hausstrom teilweise um mehr als das Drei- bis Vierfache. Das ist das Ergebnis eines Tests der Stromtarife für E-Autos, den das ZDF-Verbrauchermagazin "WISO" gemacht hat. In der Sendung am Montag, 9. Februar 2015, 19.25 Uhr, berichtete "WISO" über "Teure E-Mobilität -Strom an Ladestationen teurer als Benzin".

Große Stromkonzerne dürften so nicht auftreten, erklärt Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer in "WISO": "Nach meiner Einschätzung ist das Wucher." Das zerstöre die Ansätze der E-Mobilität.

"WISO" hat die Zeittarife von RWE, EnBW und E.On mit den Kosten von Hausstrom verglichen. EnBW und RWE erklärten gegenüber "WISO", man müsse die Kunden über maximale und tatsächliche Ladeleistung besser informieren und auf hohe Kosten aufmerksam machen. Beide Konzerne kündigten zeitnah Verbesserungen an.

Golf GTE fährt erstmals mit der Polizei auf Streife

Volkswagen hat die ersten drei neuen Golf GTE an die Polizei Niedersachsen übergeben. Für den Betrieb der Plug-In-Hybriden im Polizeidienst verfügen die blau-weißen Fahrzeuge u.a. über ein modernes Digitalfunkgerät sowie eine hochwertig ausgestattete Sondersignalanlage auf dem Dach. Die neuen Fuhrparkmitglieder werden erstmals im täglichen Streifendienst in Gifhorn, Northeim und Braunschweig eingesetzt. Anfang September werden drei weitere Golf GTE an die Polizei Niedersachsen ausgeliefert. "Dank des modernen und umweltfreundlichen Plug-In-Hybridantriebs des Golf GTE leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen und entlasten die Umwelt", betonte Henning Pülm, Polizeihauptkommissar und Sachbearbeiter für Kraftfahrzeuge bei der Polizeidirektion Braunschweig bei der Fahrzeugübergabe im Kundencenter der Autostadt in Wolfsburg. "Wir freuen uns, nun ein weiteres Modell einzusetzen, dass ohne lokale Emissionen fahren kann. Denn seit 2014 sind in Niedersachsen bereits die Modelle e-up! und e-Golf erfolgreich im Polizeieinsatz", so Pülm weiter. Durch die Kombination aus lautlosem e-Antrieb und dynamischem TSI Motor beeindruckt der Golf GTE mit seiner Agilität. Gleichzeitig liegt der Durchschnittsverbrauch gemäß des neuen europäischen Fahrzyklus für Autos mit Plug-In-Hybridantrieb (NEFZ) bei nur 1,5 Liter Benzin auf 100 Kilometern und 11,4 kWh/100 km. Das entspricht einer CO2-Emission von lediglich 35 Gramm pro Kilometer. Der Golf GTE fährt bis zu 50 Kilometer rein elektrisch, die Gesamtreichweite des Allrounders liegt bei rund 940 Kilometer.

 

BASF ersetzt 100 Betriebsfahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektroautos

Ein Chemie-Unternehmen fährt vorweg: BASF ersetzt in diesem Jahr 100 Betriebsfahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektroautos. RWE baut als Technologiepartner die Ladeinfrastruktur bis Ende des Jahres im selben Maße aus. Denn wenn für jedes der Elektrofahrzeuge auch ein eigener Ladepunkt vorhanden ist, sind die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit. Ein Plus für die Umwelt und auch für die Mitarbeiter, bei denen diese Art der Fortbewegung bestens ankommt. Mehr als 40 Ladepunkte sind jetzt schon am Standort Ludwigshafen installiert. BASF setzt bereits seit dem Jahr 2011 Elektromobilität im Werksverkehr ein. Am Standort und im Großraum Ludwigshafen sind bislang 38 Elektrofahrzeuge unterwegs. Zusätzlich fahren 16 E-Autos an zehn weiteren deutschen Standorten und in Antwerpen. Die erfolgreiche, vierjährige Testphase mündet nun in der Erweiterung der Flotte. Die Mitarbeiter haben das Angebot unter dem Motto "Zukunftsmobil mit Chemie, die verbindet" sehr gut angenommen und sind begeistert vom innovativen Fahren. Und die Fahrzeuge haben ihre Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit im Vergleich zu herkömmlichen Benzinern unter Beweis gestellt - auch in Bezug auf die Reichweite beim Einsatz im betrieblichen Alltag. Durch den Ausbau verfügt der BASF-Fuhrpark künftig über mehr als 150 Elektrofahrzeuge.

 

Ramsau am Dachstein stellt kompletten Fuhrpark auf E-Cars um

Als erste österreichische Tourismusregion stellt die Ramsau ihren Fuhrpark nun komplett auf umweltfreundliche Elektro-Autos um. Die E-Cars bieten zahlreiche Vorteile, von denen nicht nur die Umwelt profitiert: "Das größte Argument ist natürlich die Emissionsfreiheit: Kein giftiger Feinstaub, kein CO2, kein Kohlenmonoxid, kein Stickstoff etc. wird ausgestoßen. Pro E-Car werden im Jahr ca. 3.000kg C02 eingespart! Ohne Abgase gibt es auch keine Geruchsbelästigung auf stark befahrenen Straßen - ebenso wie keine Lärmbelästigung". Für den Fahrer wird es somit auch im Auto extrem leise, entspanntes und stressfreieres Fahren garantiert auch das Wegfallen der händischen Schaltung: "Kein Ruckeln, kein Absterben - ich bin selber ganz begeistert vom Fahrkomfort", schwärmt Geschäftsführer Elias Walser. "Und man möchte es nicht glauben, aber die Elektromotoren haben eine effizientere Motorbremswirkung als Benzinmotoren, dadurch werden die Bremsbeläge geschont - ein großes Plus auf unseren zum Teil bergigen Straßen."

 

Elektromobilität: RWE feiert 700.000sten Ladevorgang

Fahrer von Elektrofahrzeugen haben bis heute 700.000-mal an RWE-Ladesäulen "getankt". RWE Effizienz erwartet, dass die Anzahl bis zum Jahresende auf eine Million steigt. Die Kunden bezogen bisher Energie für rund 42 Millionen emissionsfreie Kilometer. Das entspricht mehr als der hundertfachen Entfernung von der Erde zum Mond. Aktuell zeigt der Ladetrend im RWE-System steil nach oben: Allein in der ersten Jahreshälfte wurde bereits 70 Prozent der Vorjahresmenge an Energie "getankt". Insgesamt 4.400 smarte Ladepunkte in Europa und den USA umfasst das Stromtankstellennetz heute.

 

Sonne tanken in Bayern: ALDI SÜD Ladestationen nun auch in München eröffnet

Die erste bayerische ALDI SÜD Ladestation für Elektroautos und -fahrräder ist von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München eröffnet worden. "Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität. ALDI SÜD übernimmt hier eine wichtige Vorreiterrolle und traut sich, zu investieren, wo andere noch zögern. Nur mit einer nutzergerechten Ladeinfrastruktur und einer regenerativen Energieversorgung kann sich die Elektromobilität als nachhaltige Mobilitätsform entwickeln", so die Ministerin bei der Inbetriebnahme der Station auf dem Parkplatz der ALDI SÜD Filiale in München-Allach. ALDI SÜD ist der erste Anbieter im Lebensmittelhandel, der seinen Kundinnen und Kunden Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge und Ladestationen für Elektrofahrräder an vielen Orten in Süd- und Westdeutschland zur Verfügung stellt. Die Besonderheit: Das Tanken ist ohne Registrierung und völlig kostenfrei während der Betriebszeiten der ALDI SÜD Filialen möglich. Da es sich um modernste Schnellladestationen handelt, können Autos in nur 30 Minuten eine Reichweite von bis zu 80 Kilometer erzielen - zum Beispiel ganz einfach während eines Einkaufs. Der Strom für die Elektrotankstellen kommt dabei von den Dächern der ALDI SÜD Filiale vor Ort. Die Inbetriebnahme der Münchner Ladestationen ist die vierte offizielle Eröffnung des ALDI SÜD weiten Projekts "Sonne tanken". Nach der Eröffnung der Elektrotankstellen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg folgen nun weitere elf Ladestationen im Münchner Raum. "Wir freuen uns, bis Mitte des Jahres insgesamt rund 50 Ladestationen in Ballungsgebieten wie Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, Mülheim an der Ruhr, München und Stuttgart fertig zu stellen", erklärt Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei ALDI SÜD. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ist im Bereich Fotovoltaikanlagen auf Gebäuden einer der größten privaten Betreiber in Deutschland. Mit dem Projekt "Sonne tanken" geht ALDI SÜD nun noch einen Schritt weiter und fördert die Elektromobilität in Deutschland aktiv mit eigenem Strom.

 

E-Autos können im Stromnetz über 1000 Euro pro Jahr erwirtschaften

Die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos kann ohne staatliche Subventionen deutlich verbessert werden. "Ein E-Auto kann über 1000 Euro im Jahr erlösen, wenn seine Batterie das Stromnetz stabilisiert", erklärt LichtBlick-CEO Heiko von Tschischwitz anlässlich des Spitzengespräches zur Elektromobilität, zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin eingeladen hat. LichtBlick hat die Machbarkeit der Stromnetz-Integration von E-Mobilen gemeinsam mit Partnern in einem einjährigen SchwarmStrom-Praxistest nachgewiesen. Dabei ging es um die Bereitstellung von sogenannter "Sekundärregelenergie", mit der die Spannung in den Stromleitungen konstant gehalten wird. Die Bundesregierung hatte das Projekt zum Leuchtturm der Elektromobilität erklärt. "Die Bundesregierung kann die Energie- und gleichzeitig die Verkehrswende ohne Zusatzkosten erheblich beschleunigen. Ein Federstrich im Energiewirtschaftsgesetz reicht aus, damit Verbraucher, Autoindustrie und Energiewirtschaft gemeinsam dieses enorme wirtschaftliche Potential heben können", sagt von Tschischwitz. Energiespeicher, die ausschließlich am Regelenergiemarkt teilnehmen - wie zum Beispiel Pumpspeicher-Kraftwerke - sind von Netzentgelten, Steuern und Abgaben auf Elektrizität befreit. Denn sie verbrauchen den Strom nicht, sondern speichern ihn lediglich zwischen. Um das enorme Regelenergie-Potential von dezentralen Speichern zukünftig nutzen zu können, muss diese Regelung auch auf Elektroautos und Batteriespeicher übertragen werden, die nur zeitweise Regelenergie liefern. "Das Prinzip ist einfach: Stabilisiert die Batterie das Netz, fallen wie bei Pumpspeicher-Kraftwerken keine Netzentgelte und Abgaben an. Nutzt der Verbraucher den gespeicherten Strom zum Fahren oder in seinem Zuhause, zahlt er natürlich wie gewohnt alle Zusatzkosten", erläutert von Tschischwitz. In der digitalen Energiewelt ist der Unterschied problemlos zu messen. Mit der Anschaffung von E-Autos und stationären Batteriespeichern bauen die Verbraucher eine gigantische Speicher-Kapazität auf. Bereits eine Million E-Mobile können mit einer größeren Leistung überschüssigen Wind- und Sonnenstrom aus dem Netz aufnehmen als alle deutschen Pumpspeicher-Kraftwerke zusammen. Da ein Auto im Schnitt 23 Stunden am Tag steht, kann ein Teil der Batteriekapazität ohne Komfortverlust für den Fahrer dem Stromnetz zur Verfügung gestellt werden. Auch das hat der SchwarmStrom-Praxistest nachgewiesen.

 

MobiliTec: Infrastrukturlösungen für Elektromobilität

Elektromobilität braucht eine flächendeckende elektrische Infrastruktur: Der Strom muss schnell und zuverlässig in die Batterie ihres E-Autos gelangen. Ebenso muss das Stromtankstellennetz so engmaschig sein, dass man nicht Gefahr läuft, plötzlich liegenzubleiben, weil die Batterie leer ist. Wenngleich es noch großen Nachholbedarf gibt, ist der Aufbau eines flächendeckenden Stromladesystems mittlerweile in die Gänge gekommen. So sind nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland mittlerweile rund 4 800 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit Wechselstrom und 1 000 Schnellladestationen installiert worden.

Dabei sind die technischen Herausforderungen für eine problemlose Verbindung zwischen den Elektroautos und den unterschiedlichen Lade- und Steckersystemen komplex. Darüber hinaus erfordert der ganze Bereich rund um die Abrechnung des getankten Stroms integrale Lösungsansätze. Überdies bedarf es dafür kluger Kommunikationstechnologien, die den Fahrern von Elektroautos ausreichend Informationen bereitstellen, wo welche Ladestationen zu welchen Konditionen zur Verfügung stehen.

"Zu all diesen Themenbereichen geben die auf der Leitmesse MobiliTec ausstellenden Unternehmen technische Antworten und zeigen innovative Lösungen", sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter HANNOVER MESSE bei der Deutschen Messe AG.

So stellen beispielsweise die Unternehmen Mennekes Elektrotechnik und Phoenix Contact ausgereifte Steckersysteme vor, mit denen ein problemloses Laden möglich ist. Dabei präsentiert Phoenix Contact das Combined Charging System (CCS), ein kombiniertes AC/DC-Stecksystem, das das Laden sowohl von Gleich- als auch von Wechselstrom zugleich ermöglicht. Durch das universelle Steckgesicht des Fahrzeug-Inlets ist nur eine einzige Ladebuchse für das Laden mit AC und DC notwendig. Beide Fahrzeug-Ladestecker können in das CCS-Fahrzeug-Inlet gesteckt werden.

 

Auch die junge Schweizer Firma EVTEC zeigt auf dem Gemeinschaftsstand von CHadeMO ihr Ladestation-Portfolio. "Wir sind mit unseren Produkten bereit für die Elektroautos der nächsten Generation", sagt EVTEC-Geschäftsführer Markus Kramis. "So leistet unser neuestes Modell espresso & charge bis 120 kW Gleichstrom und 60 kW Wechselstrom, kann von vier Kunden gleichzeitig benutzt werden und unterstützt die Schnellladestandards aller europäischen, asiatischen und amerikanischen Autos. "Der Lader bietet sich daher optimal für stark frequentierte Standorte wie an Autobahnen oder im Flottenbetrieb von Unternehmen an", unterstreicht Kramis. "Um die Elektromobilität noch alltagstauglicher zu machen, müssen Ladeprozesse und Abrechnungssysteme noch weiter vereinheitlicht werden", meint der Schweizer.

Auch das baden-württembergische Elektrounternehmen Heldele engagiert sich in der Elektromobilität. Es fertigt drei Typen von Ladestationen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden, ob nun privat, öffentlich oder privatwirtschaftlich, abgestimmt sind. "Wir verkaufen nicht nur Ladesäulen, sondern übernehmen auch die Installation und anschließende Wartung der Stromtankstellen", hebt Marketing-Leiter Jürgen Schellies das Full-Service-Angebot hervor.

 

Elektromobilität gilt als wichtiger Baustein der Energiewende und des nachhaltigen Klimaschutzes. Um die Elektrifizierung weiter anzukurbeln, ist das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) in Kraft getreten, das den Kommunen die Möglichkeit gibt, elektrisch betriebene Fahrzeuge - also reine Batterieelektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge -insbesondere beim Parken und bei der Nutzung von Busspuren zu bevorzugen. Diese Bevorrechtigungen gelten lediglich für elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie extern aufladbare Hybridfahrzeuge, die den Vorgaben von einer Mindestreichweite von 40 Kilometern bei rein elektrischer Nutzung entsprechen oder im Betrieb eine maximale Kohlendioxidemission von maximal 50 Gramm je gefahrenen Kilometer aufweisen.

Ob EmoG den erhofften Effekt bringt, sei dahingestellt. Sicher ist nur, dass die Elektromobilität ein gänzlich neues Denken von Fortbewegung erfordert. Das gilt auch für die Infrastruktur, bei der, wie in Berlin schon praktiziert, unter anderem Straßenlaternen als Stromtankstelle flächendeckend genutzt werden. Realisiert wurde diese Ladefunktion an der Straßenlaterne vom Startup-Unternehmen Ebee Smart Technologies GmbH, das auch auf der MobiliTec anzutreffen ist. "Das Aufrüsten von Straßenlaternen ist Platz sparend und kostengünstig. Laterne und Ladepunkt teilen sich eine elektrische Zuleitung, für die Installation des Ladepunktes muss also nicht extra ein Stromanschluss gelegt werden. Außerdem nimmt der Ladepunkt kaum zusätzlichen Raum auf dem Gehweg ein", erklärt Robert Weyrauch, CTO der Ebee Smart Technologies GmbH, die Vorteile einer Laternen-Tankstelle.

 

E-Mobilität: Leichtbau kann die Entwicklung der Elektroautos beflügeln – Radikale Leichtbaukonzepte bleiben aber die Ausnahme

"Index Elektromobilität" von Roland Berger Strategy Consultants und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen für das erste Quartal 2015: Strengere CO2-Grenzwerte zwingen europäische Automobilhersteller zu einer neuen Modellstrategie. Leichtere Materialien können das Batteriemehrgewicht kompensieren, doch modulare Fahrzeugplattformen schränken Einsatzmöglichkeit von Leichtbaukonzepten ein. China zeichnet sich durch aktive Industrie- und Steuerungspolitik aus: Hohe Fördermittel lassen die Absatzzahlen der E-Modelle in den letzten 12 Monaten verdoppeln

Deutsche Automobilhersteller (OEMs) haben ihre Führungsposition bei Elektro- und Hybridfahrzeugen aufgrund eines schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnisses der Fahrzeuge verloren und belegen nun den vierten Platz. Dies liegt vor allem an den Ende 2014 ausgelaufenen Förderprogrammen für Forschung und Entwicklung und an einem größeren Angebot an teuren Elektromodellen in der Mittelklasse. Auf der Absatzseite schließt Deutschland mit 13 Prozent Wachstum zwar weiter zu den führenden Nationen Frankreich, Japan und USA auf, liegt aber trotzdem weiterhin nur im Mittelfeld. Das ergab die Auswertung des neuen "Index Elektromobilität" von Roland Berger Strategy Consultants und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka) für das erste Quartal 2015. Der Index vergleicht die relative Wettbewerbsposition der sieben führenden Automobilnationen (Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea) im Bereich der Elektromobilität. Dabei werden die Indikatoren Technologie, Industrie und Markt analysiert. "Deutsche Autokonzerne haben in den vergangenen Jahren sehr viel in die Entwicklung der Elektromobilität investiert und nun ein hohes technisches Niveau erreicht", sagt Roland Berger-Partner Wolfgang Bernhart. "Dadurch lässt sich die Serienproduktion von E-Modellen auch auf das Mittelklassesegment erweitern. Doch Automobilhersteller kämpfen immer noch mit hohen Batteriekosten und -gewicht."

Strengere CO2-Grenzwerte und Leichtbaumaßnahmen können E-Mobilität beflügeln

Ab 2020 müssen 95 Prozent der neu zugelassenen Autos in Europa die festgelegten CO2-Grenzwerte einhalten; diese werden ab 2021 weiter verschärft. Dann dürfen neue Pkws im Durchschnitt nur 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ausstoßen – aktuell sind es 130 Gramm. Die Verschärfung der europäischen Richtlinien setzt Automobilhersteller immer stärker unter Druck: In den kommenden Jahren werden sie in allen Modellreihen mindestens ein Hybrid- oder ein vollständiges Elektromodell anbieten müssen, um die CO2-Grenzwerte einzuhalten. "Die strengeren europäischen Richtlinien begünstigen vor allem die Premium-Hersteller", erklärt Roland Berger-Partner Thomas Schlick. "Denn mit ihren hochpreisigen Modellen finden sie eher Käufer bei ihrer zahlungskräftigen Kundschaft als Hersteller von Volumenfahrzeugen."

Doch das soll sich in Zukunft ändern, da die Voraussetzungen für den Bau kostengünstiger und technisch ausgereifter Elektroautos vorhanden sind. Ein deutlicher Schwung für die Weiterentwicklung der Elektromobilität kann durch den Einsatz von Leichtbaumaßnahmen kommen. Denn Autohersteller müssen das Gewicht der E-Autos deutlich reduzieren, um das zusätzliche Batteriegewicht zu kompensieren. Doch bislang richten sich das Design, die modularen Baukastensysteme und Werkstoffe der Fahrzeuge immer noch nach den konventionellen Baureihen. "Durch die modularen Baukastensysteme können Autohersteller höhere Stückzahlen zu niedrigeren Kosten erzielen", erläutert Markus Thoennes, Senior Engineer bei der fka. "Allerdings können Elektroautos zwischen 10 und 30 Prozent schwerer sein als konventionelle Fahrzeuge. Dadurch werden sie ineffizienter. Aus diesem Grund sollten Automobilhersteller stärker auch auf alternative Materialien wie faserverstärkte Kunststoffe und Aluminium setzen. Ein vollständiger Umstieg auf Leichtbaukonzepte wird aber in der nächsten Zukunft aus Kostengründen noch nicht möglich sein."

China ist Spitzenreiter in der Förderung der E-Mobilität

Seit Jahren treibt China den Ausbau der Elektromobilität mit umfassenden Förderprogrammen voran: Die Regierung subventioniert die Entwicklung der E-Mobilität mit aktuell fast 7,7 Milliarden Euro. Außerdem hat China sein Ladestationsnetz ausgebaut und ein Kooperationsnetzwerk für staatliche Unternehmen gegründet, die sich mit E-Mobilitätslösungen befassen. Doch noch viel wichtiger ist die aktive Industrie- und Steuerungspolitik des Landes: "Ausländische Automobilkonzerne können ihre Elektrofahrzeuge in China nur dann zulassen, wenn einer ihrer drei Schlüsselkomponenten – Motor, Batterie oder Leistungselektronik – von einem chinesischen Patentinhaber geliefert werden", sagt Markus Thoennes.

Trotzdem: China ist zwar nach absoluten Absatzzahlen (53.000 Neufahrzeuge) weltweit der zweitgrößte Markt für E-Autos, der Anteil an verkauften Elektro- und Hybridfahrzeugen am Gesamtmarkt liegt mit 0,2 Prozent weit hinter den führenden Autonationen zurück. So wächst der Druck auf die chinesische Regierung, damit die Feinstaubbelastung in den großen Ballungszentren deutlich reduziert wird. Deshalb fördern die neuen Programme nur noch Hybrid-Fahrzeuge und reine Elektroautos. Außerdem setzt China verstärkt auf Elektrofahrräder und -roller sowie auf alternative Antriebskonzepte im öffentlichen Nahverkehr.

Technologie – Industrie – Markt: Rankings nach Indikatoren

Die Roland Berger- und fka-Experten bewerten die sieben wichtigsten Automobilnationen nach den drei Indikatoren Technologie, Industrie und Markt.

Technologie: Bei der Förderung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bleibt China mit knapp 7,7 Milliarden Euro bis 2016 der Spitzenreiter, während Japan seine Fördermittel auf 171 Millionen Euro bis 2016 leicht aufstockt. In den meisten Automobilnationen hingegen sind die öffentlichen Subventionen der E-Mobilität stark rückgängig. Schlusslichter bilden hier die USA und Italien.

Industrie: Japan, die USA und China belegen die Top-3-Positionen, denn diese drei Länder zeigen einen hohen nationalen Anteil an der Wertschöpfung – sowohl bei der Automobilproduktion als auch bei der Zellfertigung. Die starke Inlandsnachfrage in Japan und den USA wirkt sich zudem negativ auf die Produktionsprognosen der europäischen OEMs aus. "Europäische E-Modelle spielen auf dem amerikanischen Markt nur eine sehr marginale Rolle", erklärt Roland Berger-Partner Wolfgang Bernhart. "Damit entgehen europäischen Automobilherstellern wichtige Absatzchancen für ihre neuen Elektroautos."

Markt: Die USA bleiben der Leitmarkt für E-Mobilität mit rund 120.000 verkauften Elektro- und Plug-In-Autos in den vergangenen 12 Monaten. Den größten Zuwachs verbucht aber der chinesische Markt: Mit knapp 53.000 verkauften Autos konnte das Land seinen Absatz gegenüber Vorjahr mehr als verdoppeln. Ein wesentlicher Grund: die hohe Nachfrage seitens der Städte und Kommunen. Zweistellige Zuwachsraten verzeichnen zudem Deutschland (27%) und Frankreich (13%). Betrachtet man die Anzahl der E-Fahrzeuge am gesamten Automobilmarkt eines Landes, so bleibt Frankreich mit 0,90 Prozent Marktanteil weiterhin an der Spitze, gefolgt von den USA (0,73%) und Japan (0,71%). Deutschland bewegt sich mit 0,43 Prozent wie bisher im Mittelfeld.

Alternative Antriebe: Neuzulassungen von Autogas-Fahrzeugen nehmen zu

Mit 581 Pkw legten die Neuzulassungen für Autogas-Fahrzeuge im Januar 2015 laut Kraftfahrt-Bundesamt um 65,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.

Bundesweit werden aktuell mehr als 500.000 Kraftfahrzeuge mit Autogas betrieben. Damit ist Autogas der Alternativkraftstoff Nr. 1 in Deutschland. Autogas weist über den gesamten Produktzyklus - von der Bereitstellung bis zur Verbrennung - eine gute CO2-Bilanz auf. Gegenüber Benzin werden CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent reduziert. Der Effekt kann in Zukunft mit Autogas aus nachwachsenden Rohstoffen noch vergrößert werden: So genanntes Biopropan gibt 50 Prozent weniger CO2 als herkömmliches Flüssiggas ab.

Autogas trägt auch zur Verbesserung der Luftqualität bei. Im Vergleich zum Benzin-Direkteinspritzer kann durch die Verwendung von Autogas die Partikelmasse und die Partikelanzahl von Feinstaub um 74 Prozent beziehungsweise knapp 99 Prozent reduziert werden.

Energieträger Flüssiggas: Flüssiggas (LPG) besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird unter geringem Druck verflüssigt. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und nahezu schadstofffrei und wird als Kraftstoff, für Heiz- und Kühlzwecke, als Prozesswärme in der Industrie und im Freizeitbereich eingesetzt.

 

Positive Halbjahresbilanz: Mehr Neuzulassungen von Autogas-Fahrzeugen

Autogas liegt im Trend: Mit 2.915 PKW legten die Neuzulassungen für Autogas-Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2015 laut Kraftfahrt-Bundesamt um 8,3 Prozent zu. Mit ca. 500.000 Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen ist Autogas weiterhin der Alternativkraftstoff Nr. 1. Autogas belegt etwa 70 Prozent des Marktes alternativer Antriebe. Hybrid- und Erdgas-Fahrzeuge folgen mit 15 bzw. 12 Prozent noch vor Elektromobilität mit 3 Prozent Marktanteil. Alternative Antriebe stellen insgesamt 1,6 Prozent des PKW-Bestands in Deutschland. Fahrzeuge mit Autogas leisten einen deutlichen Beitrag zur Verringerung von Emissionen: Der CO2-Ausstoß von Autogas ist in der Gesamtbetrachtung - von der Bereitstellung bis zur Verbrennung - um etwa 20 Prozent geringer als bei Benzin. Autogas verbrennt außerdem mit verringerten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerten. Im Vergleich zum Benzin-Direkteinspritzer kann durch die Verwendung von Autogas die Partikelmasse und die Partikelanzahl von Feinstaub um 74 Prozent beziehungsweise knapp 99 Prozent reduziert werden. Die Infrastruktur für Autogas ist im Gegensatz zu anderen alternativen Antrieben flächendeckend ausgebaut: Mit bundesweit über 6.900 Tankstellen kann an fast jeder zweiten Tankstelle Autogas getankt werden. Energieträger Flüssiggas: Flüssiggas (LPG) besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert sowie schadstoffarm. Flüssiggas wird als Kraftstoff, für Heiz- und Kühlzwecke, im Freizeitbereich und in der Industrie eingesetzt.

 

Weltpremiere: AIDAsol erstmals mit emissionsarmem Strom aus LNG beliefert

Am 30. Mai 2015 feierten AIDA Cruises und Becker Marine Systems im Hamburger Hafen eine Weltpremiere. Nach erfolgreichem Abschluss der letzten technischen Tests wurde AIDAsol während ihrer Liegezeit in der Hamburger Hafencity erstmals über die LNG Hybrid Barge mit emissionsarmem Strom aus Flüssigerdgas (LNG) versorgt. "Mit diesem bisher weltweit einmaligen Pilotprojekt für die Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen mittels LNG während der Liegezeiten haben wir heute ein neues, zukunftsweisendes Kapitel für den Umweltschutz im Hamburger Hafen aufgeschlagen", sagte AIDA Präsident Michael Ungerer. Die LNG Hybrid Barge funktioniert wie ein schwimmendes Kraftwerk. In der Gasaufbereitungsanlage wird das tiefkalte (-163°C), flüssige Gas erhitzt und anschließend zu den Generatoren weitergeleitet, die den Strom für den Schiffsbetrieb während der Liegezeit erzeugen. Die Leistung, die durch insgesamt fünf Gasmotoren auf der LNG Hybrid Barge bereitgestellt wird, beträgt 7,5 Megawatt. Durch den Einsatz von Flüssigerdgas zur Energieversorgung von Schiffen wird der Emissions- und Partikelausstoß erheblich reduziert. Im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelanteil werden keine Schwefeloxide und keine Rußpartikel emittiert. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent, der Ausstoß von Kohlendioxid um 30 Prozent.

 

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