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Astrid Klee
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Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Die tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellt hat. Grundlage war eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA). Die tiefe Geothermie setzt meist erst unterhalb von 2.000 Metern an. Dort herrschen Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius. Um diese Erdwärme zu nutzen, kann es manchmal nötig sein, Wasser mit hohem Druck in die dortigen Gesteinsschichten zu pressen. Damit werden Fließwege für die spätere Wasserzirkulation des Geothermie-Kraftwerkes geschaffen. Bei dieser Methode kommen keine wassergefährdenden Zusätze zum Einsatz. Lediglich in Kalkstein werden gegebenenfalls verdünnte Säuren umweltverträglich eingesetzt. Schäden durch seismische Ereignisse sind bei kontrolliertem Vorgehen nicht zu befürchten. Beim Einpressen von Wasser in den Untergrund kann es in seltenen Fällen zu spürbaren Erschütterungen kommen. Auf derart induzierte Seismizität kann, im Gegensatz zu natürlichen Erdbeben, durch Regulierung des Wasserdrucks eingewirkt werden. Dafür ist ein seismologisches Monitoring notwendig, das mittlerweile Standard ist. Dieses überwacht seismische Ereignisse, erlaubt deren Ortung und ein schnelles Eingreifen. Generell gilt: Die maximale Stärke von induzierten seismischen Ereignissen ist in der Geothermie deutlich niedriger als bei vielen weiteren Bergbauaktivitäten. Die Risiken sind bei Beachtung der in der Genehmigung festgelegten Vorsichtsmaßnahmen weder wahrscheinlich noch schwerwiegend.

 

Gefahren für das zur Trinkwassergewinnung nutzbare Grundwasser sind mit den angewandten Methoden bei Einhaltung der Vorgaben des Bergrechts sowie der Beachtung der Anforderungen des Trink- und Grundwasserschutzes nicht zu erwarten. Falls Störfälle im Betrieb etwa durch undichte Bohrungen auftreten, sind sie erkennbar und in ihrer Auswirkung räumlich begrenzt. Allenfalls die natürlichen Tiefengrundwässer in dem geothermischen Reservoir bergen ein gewisses Risikopotential. So kann bei der Erschließung von Erdwärme je nach Region Tiefenwasser mit hohem Salzgehalt und weiteren trinkwasserhygienisch relevanten Spurenstoffen mitgefördert werden. Auch hier sind die bestehenden Standards zu beachten und das belastete Tiefenwasser muss demnach gegebenenfalls über Tage fachgerecht entsorgt werden. Beim Betrieb selbst handelt es sich um einen obertägig geschlossenen Wasserkreislauf, zu entsorgendes Lagerstättenwasser fällt dabei nicht an.

 

Zur Vorausplanung und Begleitung der hydraulischen Stimulationen, die zur Schaffung von Fließwegen dienen (Fracking), werden spezielle Voruntersuchungen und begleitende Monitoringmaßnahmen sowie die Auswertung sämtlicher Daten empfohlen. Zukünftige Projekte sollten wegen der noch geringen Anzahl bestehender Anlagen intensiv wissenschaftlich begleitet werden. Zudem werden Empfehlungen für die Einrichtung von seismischen und hydrogeologischen Beobachtungsstationen gegeben. Beprobungen sollten bereits im Vorfeld der Errichtungsphase beginnen. Insgesamt wird so ein wirkungsvolles Frühwarnsystem geschaffen, das Risiken entgegenwirkt.

 

Satelliten finden nachhaltige Energie in Städten

Unterirdische Wärmeinseln in Städten bergen ein enormes geothermisches Potenzial. Aus dem erwärmten Grundwasser lässt sich nachhaltige Energie zum Heizen und Kühlen gewinnen. Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun eine neue Methode entwickelt, die unterirdischen Wärmeinseln aufzuspüren: Sie schätzen die Grundwassertemperatur anhand der satellitengestützt gemessenen Oberflächentemperatur und der Bebauungsdichte.

 

Gasverbrauch steigt um 5 Prozent

Erste Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen: Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist 2015 um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hauptursache war die Witterung: Nach einem sehr milden Jahr 2014 entsprachen die Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr 2015 mit deutlich kühleren Temperaturen dem für diese Jahreszeit üblichen Durchschnitt. Das führte zu einem Anstieg des Erdgasverbrauchs für die Wärmeerzeugung. Im vierten Quartal 2015 dämpfte die sehr milde Witterung diesen Zuwachs wieder. Bis Jahresende wird der Erdgasverbrauch laut BDEW-Schätzung von rund 825 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) auf rund 863 Mrd. kWh ansteigen. Beim Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung ist hingegen weiterhin ein Rückgang zu beobachten: Die aktuellen Schätzungen gehen von minus 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, als Erdgas einen Anteil von 9,7 Prozent an der Stromerzeugung hatte. Für 2015 zeichnet sich ein Anstieg des Stromverbrauchs um 0,7 Prozent ab: Haushalte, Dienstleistungsunternehmen und die Industrie werden bis Jahresende knapp 552 Mrd. kWh Strom verbrauchen (2014: 548 Mrd. kWh). Hauptgrund war neben den Witterungsbedingungen die bislang positive konjunkturelle Entwicklung: Aktuelle Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute weisen in ihrem Herbstgutachten für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent aus.

 

Kabinett beschließt weitgehende Einschränkungen für Fracking

Das Bundeskabinett hat strenge Regelungen zum Fracking auf den Weg gebracht. Das Gesetzespaket sieht Verbote zum Schutz von Trinkwasser, Gesundheit und Natur in bestimmten Regionen sowie generell weitgehende Einschränkungen für Fracking-Maßnahmen in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein vor. Das Paket enthält zudem ergänzende strengere Regelungen zur konventionellen Erdgas- und Erdölförderung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Ich bin froh, dass wir nach langer Diskussion endlich Regelungen beschlossen haben für die bislang ungeregelte Fracking-Technologie. Mit diesem Gesetzespaket können wir Fracking so weit einschränken, dass es für Mensch oder Umwelt keine Gefahr mehr ist. Soweit Risiken nicht zu verantworten sind oder derzeit nicht abschließend bewertet werden können, wird Fracking verboten."

Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Der heutige Kabinettsbeschluss schafft Rechtssicherheit für die Menschen ebenso wie für die betroffene Industrie und die damit verbundenen Arbeitsplätze. Im Vordergrund steht klar der Schutz von Umwelt und Gesundheit. Die Fracking-Technologie darf nur in eng begrenzten Ausnahmefällen zu wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt werden und auch nur wenn die Risiken beherrschbar und verantwortbar sind und der Einsatz in einem transparenten Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung genehmigt wurde. Zudem stellen wir sicher, dass die bestehende heimische Erdöl- und Erdgasförderung unter Beachtung strenger Rahmenbedingungen und auf höchstem technischen Niveau fortgesetzt werden kann."

In Schiefer-, Ton- und Mergelgestein sowie in Kohleflözgestein oberhalb von 3000 m Tiefe (sogenanntes unkonventionelles Fracking) wurde die Fracking-Technologie in Deutschland bislang nicht eingesetzt. Es fehlen daher ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen über die Auswirkungen von Fracking insbesondere auf den Wasserhaushalt, das Trinkwasser und damit die Gesundheit. Zur Schließung dieser Kenntnislücken sollen zunächst lediglich Erprobungsmaßnahmen zu Forschungszwecken zulässig sein – und auch diese nur, wenn die eingesetzten Frack-Flüssigkeiten nicht wassergefährdend sind. Diese zentralen Verbotsregelungen sind im Wasserhaushaltsgesetz geregelt.

Daneben sieht der Gesetzentwurf für einige Regionen absolute Verbote vor: Hierzu zählen Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebiete, Einzugsgebiete von Talsperren und natürlichen Seen, die der Entnahme von Rohwasser für die öffentliche Wasserversorgung dienen sowie Einzugsgebiete von Wasserentnahmestellen für die öffentliche Wasserversorgung. Diese Verbote können durch landesrechtliche Vorschriften auch auf Einzugsgebiete von Mineralwasservorkommen und von Stellen zur Entnahme von Wasser zur Herstellung von Getränken sowie auf Gebiete des Steinkohlebergbaus erstreckt werden. Mit dem Regelungspaket soll auch den Risiken Rechnung getragen werden, die mit der untertägigen Ablagerung von Lagerstättenwasser verbunden sind, das bei Maßnahmen zur Aufsuchung oder Gewinnung von Erdgas oder Erdöl anfällt.

Im Bundesnaturschutzgesetz wird darüber hinaus geregelt, dass die Errichtung von Anlagen für Fracking-Maßnahmen einschließlich der untertägigen Ablagerung von Lagerstättenwasser in Naturschutzgebieten und Nationalparken verboten wird. Für Natura 2000-Gebiete wird klargestellt, dass hier weder Anlagen für die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein mittels Aufbrechen dieses Gesteins unter hydraulischem Druck, noch Anlagen zur untertägigen Ablagerung von Lagerstättenwasser, das bei der Gewinnung von Erdgas in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein anfällt, errichtet werden dürfen. Soweit Frackingmaßnahmen nicht bereits den genannten Verboten unterliegen, sind umfangreiche Vorgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt vorgesehen. Dazu zählen Veröffentlichungs- und Berichtspflichten unter anderem zu allen verwendeten Stoffen und Gemischen.

Der Gesetzentwurf des BMUB zum Wasser- und Naturschutzrecht wird ergänzt durch Entwürfe des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) für ein Gesetz zur Ausdehnung der Bergschadenshaftung auf den Bohrlochbergbau und Kavernen sowie für eine Verordnung zur Einführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen und über bergbauliche Anforderungen beim Einsatz der Fracking-Technologie und bei Tiefbohrungen. Mit der Verordnung werden die Pflichten zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung ausgedehnt und schärfere Regeln zur Bohrlochintegrität, im Hinblick auf die mögliche Verursachung von Erdbeben sowie zur Überwachung bei Erdöl-, Erdgas- und Geothermie-Vorhaben eingeführt. Beim Einsatz von Fracking zur Förderung von Erdöl- und Erdgas – egal ob konventionell oder unkonventionell – und für die Entsorgung von Lagerstättenwasser ist künftig immer eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich. Damit wird umfassende Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung sichergestellt. Zudem werden an die Entsorgung von Rückflüssen und Lagerstättenwasser höchste Anforderungen nach dem Stand der Technik gestellt.

Mit dem Gesetz zur Bergschadenshaftung wird zudem die Position von Betroffenen von möglichen Bergschäden gestärkt. Bei Bergschäden, die auf Fracking-Maßnahmen, Tiefbohrungen o. ä. zurückzuführen sind, muss künftig nicht mehr der einzelne betroffene Bürger nachweisen, dass der eingetretene Schaden auf eine Frack-Aktivität zurückzuführen ist. Vielmehr greift eine sog. Beweislastumkehr. Das heißt, dass künftig das Unternehmen, das die Frack-Aktivität ausgeführt hat, nachweisen muss, dass der Schaden nicht durch diese Fracktätigkeiten entstanden ist. www.bmub.bund.de

GAZPROM Germania und Solbus bringen Erdgasbusse in Warschau auf die Strasse

GAZPROM Germania bringt gemeinsam mit dem polnischen Bushersteller Solbus die Erdgasmobilität in Warschau voran. Beide Unternehmen haben kürzlich 35 mit flüssigem Erdgas (LNG) betriebene Busse in Betrieb genommen.

GAZPROM Germania, Solbus und ihr Vertriebspartner Lider Trading erhielten im November 2013 den Zuschlag im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung der städtischen Verkehrsbetriebe Warschau (MZA Miejskie Zaklady Autobusowe sp. zo.o.).

GAZPROM Germania garantiert die Belieferung und Betankung der Busse mit LNG und Solbus stellt die hochmodernen Stadtbusse zur Verfügung. Bereits im Oktober 2013 hatten beide Unternehmen die europaweit ersten 11 LNG Stadtbusse in der polnischen Stadt Olsztyn in Betrieb genommen.

"Der Vorteil von Erdgasbussen liegt einerseits darin, dass sie deutlich weniger Schadstoffe als vergleichbare Dieselmodelle ausstoßen und andererseits ihre Motoren deutlich leiser sind, was sich vor allem in den Innenstädten positiv auswirkt.Deshalb möchten wir gemeinsam mit unserem polnischen Partner Solbus mehr Kunden von den Vorteilen von Erdgas als Kraftstoff überzeugen", betont Timo Vehrs, Direktor Geschäftsentwicklung der GAZPROM Germania GmbH. Die Stadt Warschau profitiert vom umweltfreundlichen Kraftstoff LNG, der für den städtischen Nahverkehr eine preisbewusste Alternative darstellt.

"Für uns sind die Erdgasbusse eine konkret umsetzbare Lösung für einen umweltschonenden Personennahverkehr in Warschau. Erdgas als Kraftstoff ist wesentlich günstiger. Außerdem macht uns Erdgas unabhängiger vom Öl", betont Adam Stawicki, Sprecher der städtischen Verkehrsbetriebe Warschau.

Erdgas in Form von LNG kann bei einer Temperatur von -161°C bis -139°C in flüssiger Form als Kraftstoff genutzt werden. LNG hat ebenso umweltfreundliche Eigenschaften wie das bereits etablierte CNG (komprimiertes Erdgas), welches bereits heute eine der vielversprechendsten Kraftstoffalternativen zu den stetig steigenden Benzin- und Dieselpreisen darstellt und die CO2-Emissionen um bis zu 25% reduziert.

GAZPROM realisiert gemeinsam mit seinen Partnern eine Vielzahl an Projekten, die den sauberen und effizienten Einsatz von Erdgas als Kraftstoff ermöglichen. So investiert GAZPROM in den Ausbau der benötigten Infrastruktur, um erdgasbetriebene Fahrzeuge zukünftig europaweit einsetzen zu können. In Deutschland plant GAZPROM Germania den Betrieb von bundesweit 35 Erdgastankstellen bis Ende 2015. Darüber hinaus bringt das Unternehmen den Ausbau der Tankstelleninfrastruktur für CNG und LNG mit Markteintritten in Polen, Tschechien und der Slowakei voran.

 

Neue Zahlen: ERDGAS unangefochten Nummer 1 im Heizungsmarkt

Drei von vier Bauherren und Modernisierern setzten in 2014 auf ERDGAS. Marktanreizprogramm wird ERDGAS und Erneuerbare weiter stärken. Erdgas konnte im vergangenen Jahr seine marktführende Position im Wärmemarkt bestätigen: 76,3 Prozent der neu installierten Wärmeerzeuger heizen mit ERDGAS. Diese und weitere Zahlen stellte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) im Rahmen der Messe ISH vor. "Die Zahlen zeigen deutlich, welche herausragende Bedeutung ERDGAS für den Wärmemarkt heute und in Zukunft hat. Moderne Erdgasheiztechnik punktet mit höchstem Komfort, größter Zuverlässigkeit und dem meisten Klimaschutz pro investiertem Euro“, erläutert Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS, die Hintergründe der Entwicklung.

Neue Förderrichtlinie zum Marktanreizprogramm vorgestellt

Insgesamt allerdings ging der Verkauf neuer Heizkessel 2014 gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Politik versucht hier gegenzusteuern. Thorsten Herdan, zuständiger Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium, stellte hierzu auf der ISH Eckpunkte des neuen Marktanreizprogramms vor.

Dazu Kehler: „Die verbesserten Förderbedingungen sind das richtige Signal. So wird die Marktbedeutung von ERDGAS in Kombination mit Erneuerbaren weiter gestärkt.“ Im Wärmemarkt kommen erneuerbare Energien heute ganz überwiegend in Kombination mit ERDGAS zum Einsatz. „Insbesondere die Förderung von Gaswärmepumpen mit mindestens 4.500 Euro ist ein wichtiges Signal: Wer auf klimaschonende Effizienztechnik mit ERDGAS setzt, wird vom Staat belohnt.“

Erdgas aus Aserbaidschan für Europa - Südlicher Gaskorridor nimmt Gestalt an

Der Südliche Gaskorridor von Aserbaidschan nach West-Europa nimmt immer mehr Gestalt an. Auf 30 Prozent beziffert SOCAR-Präsident Rovnag Abdullayev den Fortschritt des 45-Milliarden-Dollar-Projektes. "Es wurden bereits Verträge über 10 Milliarden Euro abgeschlossen, mit 162 Zulieferern aus 23 Ländern", so Abdullayev. Schon jetzt arbeiten über 9500 Menschen an dem Projekt. Sieben unterseeische Produktionsbohrungen sind fertiggestellt und bereit, das erste Gas aus dem riesigen Shah-Deniz-Feld ("Meereskönig") im kaspischen Meer zu fördern. Der Bau einer Kompressorstation in Georgien ist ebenso in vollem Gange wie die Produktion der Pipeline-Röhren. Die Investitionsentscheidung für das Megaprojekt fiel im Dezember 2013. Mit der Grundsteinlegung durch Staatspräsident Ilham Aliyev am Terminal Sangachal unweit Baku startete Ende September 2014 das 45-Milliarden-Dollar-Projekt "Südlicher Gaskorridor". "Damit beginnt eine neue Ära für Europas Energiesicherheit - ab 2020 strömt Erdgas aus Aserbaidschan in die EU", so der SOCAR-Präsident. 3500 Kilometer Pipeline verbinden dann sieben Länder zwischen Aserbaidschan und Italien. Innerhalb von fünf Jahren entstehen über 30.000 neue Jobs.

 

Halbjahreszahlen zum Strom- und Erdgasverbrauch

Der Verbrauch von Erdgas und Strom ist im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Bei Erdgas betrug das Plus 13,6 Prozent und bei Strom 0,7 Prozent. Das geht aus ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Hauptgrund für den Anstieg war die im Vergleich zum sehr warmen ersten Halbjahr 2014 kühle Witterung in diesem Jahr. Positive Impulse der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland verstärkten den Verbrauchszuwachs. Der Erdgasverbrauch kletterte von 414,2 im ersten Halbjahr 2014 auf 470,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) in diesem Jahr. Dies geht insbesondere auf den verstärkten Einsatz von Erdgas zu Heizzwecken und bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Folge der kühleren Witterung zurück. Allerdings liegt der Erdgasverbrauch noch deutlich unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Der Stromverbrauch stieg im selben Zeitraum von 272,2 auf 274,0 Mrd. kWh.

 

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