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Sonnenergie wird in vielen Teilen der Welt günstigste Stromquelle

Solarenergieanlagen werden in wenigen Jahren in vielen Teilen der Welt den günstigsten Strom liefern. Bis 2025 werden sich die Erzeugungskosten in Mittel- und Südeuropa auf 4 bis 6 Cent pro Kilowattstunde verringern, bis 2050 sogar auf 2 bis 4 Cent. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme im Auftrag von Agora Energiewende. Zugrunde liegen konservative Annahmen zur technologischen Weiterentwicklung von Solaranlagen. Mögliche technologische Durchbrüche könnten den Strom noch günstiger machen, diese wurden jedoch nicht betrachtet.

Bereits heute ist Solarstrom kostengünstig: So ist in dem sonnigen Wüstenstaat Dubai vor wenigen Wochen ein langfristiger Solar-Stromvertrag für 5 Cent pro Kilowattstunde abgeschlossen worden, in Deutschland können große Solarkraftwerke Strom für weniger als 9 Cent pro Kilowattstunde liefern. Zum Vergleich: Strom aus neuen Kohle- und Gaskraftwerken kostet heute zwischen 5 bis 10 Cent pro Kilowattstunde, Strom aus neuen Atomkraftwerken bis zu 11 Cent.

"Die Studie zeigt, dass Solarenergie viel schneller billig geworden ist und auch weiterhin billiger wird, als die meisten Experten bislang prognostiziert haben", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Die Planungen für die künftigen Stromversorgungssysteme sollten daher weltweit überarbeitet werden. Bislang sehen sie meistens nur kleine Anteile von Solarstrom vor. Angesichts der äußerst günstigen Kosten wird Solarstrom gemeinsam mit der Windenergie jedoch weltweit eine prominente Rolle bekommen - auch und vor allem als kostengünstiger Beitrag für den internationalen Klimaschutz."

Die Studie zeigt aber auch, dass die Stromgestehungskosten von Solarstrom aufgrund der Kapitalkostenintensität von Photovoltaik-Anlagen wesentlich von den finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen. Schlechte Regulierung und hohe Risikoaufschläge bei den Zinsen können die Kosten von Solaranlagen um bis zu 50 Prozent erhöhen. Dieser Effekt ist so stark, dass er sogar die Vorteile höherer Sonneneinstrahlung überwiegen kann.

Graichen: "Günstige Finanzierungsbedingungen und stabile gesetzliche Rahmenbedingungen sind daher unersetzbare Voraussetzungen dafür, günstigen und sauberen Strom aus Solaranlagen zu erhalten. Es liegt in der Hand der Politik, diese zu schaffen und zu erhalten."

 

 

10 Prozent mehr Sonne: Erfolgreiches erstes Halbjahr für Photovoltaik

Ökostrom-Boom dank kräftigem Sonnenschein von der Küste bis zu den Alpen: In der ersten Jahreshälfte hat die Sonne 10 Prozent häufiger geschienen als gewöhnlich. Laut Deutschem Wetterdienst betrug die durchschnittliche Sonnenscheindauer von Januar bis Juni 863 Stunden - das sind 89 Stunden mehr als im vieljährlichen Mittel. Das freut nicht nur die Sonnenanbeter, sondern auch die Umwelt, da die insgesamt 1,5 Millionen Solaranlagen in Deutschland einen immer größeren Beitrag zur Energieerzeugung beisteuern. 2014 waren es bereits 5,8 Prozent. Tendenz steigend, wie E.ON Solarexperte Franco Gola erklärt: "Auch dieses Jahr wird Sonnenenergie wieder einen erheblichen Anteil leisten. Eine E.ON-Photovoltaikanlage auf einem typischen Einfamilienhaus hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beispielsweise schon so viel Energie erzeugt, um theoretisch damit einen modernen Kühlschrank 8 Jahre, einen Flachbildfernseher sogar 30 Jahre lang versorgen zu können." Um die Sonnenenergie noch besser zu nutzen, bieten sich Stromspeicher als ideale Ergänzung für die Photovoltaikanlage zuhause an. So kann der Strom, der tagsüber auf dem eigenen Dach erzeugt wird, abends den Backofen heizen, den Laptop versorgen oder die Wäsche trocknen. "Speicher werden immer effektiver, bei gleichzeitig sinkenden Kosten", ergänzt Franco Gola von E.ON. "Jeder dritte Privatkunde, der in diesem Jahr eine neue E.ON-Solaranlage installiert hat, hat sich gleich auch für ein passendes Speichermodell entschieden." Denn auch wenn sich Deutschland aktuell über den Traumsommer freut - Energie wird jederzeit benötigt, nicht nur an sonnigen Tagen, sondern auch am Abend und in der Nacht.

 

Solaranlage.de findet die passende Solarfirma

Solaranlagen sind attraktiv wie nie. Der Anschaffungspreis sinkt seit Jahren - im April wurden Fördermittel der BAFA wieder erhöht. Der Kauf einer Solaranlage ist aber komplex, der richtige Anbieter nur schwer zu finden. Die Webseite www.solaranlage.de hilft Verbrauchern deshalb bei der Suche nach der passenden Fachfirma aus der Region. Mit über 20.000 vermittelten Solaranlagen ist der Online-Service die Nr. 1 für Sonnenenergie in Deutschland.

Seit der Jahrtausendwende hat sich der Strompreis nahezu verdoppelt. Mit einer Solaranlage wollen sich viele Hausbesitzer deshalb unabhängig von steigenden Energiepreisen machen - und nebenbei das Klima schützen. Doch wo finden Verbraucher die richtige Fachfirma für ihr Solarprojekt? Bei vielen tausend Unternehmen in der Solarbranche fällt die Suche oft schwer. Abhilfe schafft nun die Website www.solaranlage.de. Dort können Suchende drei Angebote von Solaranlagen-Fachhändlern kostenlos vergleichen. Zusätzlich erhalten sie gut recherchierte Informationen über Solarenergie, Kosten, Fördermittel sowie die wichtigsten Hersteller.

Das Prinzip ist einfach: Suchende können auf der Webseite kostenlos eine Anfrage für eine Solaranlage stellen und erhalten - anders als in gängigen Branchenverzeichnissen - drei geprüfte Solarfirmen aus der Region, die genau ihren Wünschen entsprechen. Die Besonderheit: Alle vermittelten Händler sind zertifiziert und wurden zuvor auf Bonität, Referenzobjekte, Preise und Servicequalität geprüft. Der Online-Service nimmt Verbrauchern so nicht nur aufwendige Recherchearbeit ab - zusätzlich können Kunden mit dem Anbietervergleich bis zur 30% sparen.

 

KfW finanziert mit 300 Mio. EUR für "grünes" Stromnetz in Südafrika

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dem staatlichen Energieversorger Südafrikas, ESKOM, einen Förderkredit in Höhe von knapp 4 Mrd. Rand (300 Mio. EUR) zugesagt. Mit der Finanzierung soll insbesondere der Anschluss von Solar- und Windkraftwerken realisiert und zudem ein nennenswerter Beitrag zur Modernisierung und Stärkung des südafrikanischen Verbundnetzes geleistet werden. Durch die Netzintegration erneuerbarer Energien wird eine jährliche CO2-Einsparung von bis zu 5,5 Mio. Tonnen ermöglicht. Insbesondere wird die Verbundnetzanbindung von zwei Kraftwerksprojekten unterstützt, für die die KfW bereits Finanzierungsbeteiligungen zugesagt hatte. Es handelt sich dabei um das Kiwano Solarturmkraftwerk (100 MW) in Upington (FZ-Entwicklungskredit: 100 Mio. USD) und um das von der KfW IPEX-Bank mitfinanzierte Ingula Pumpspeicherkraftwerk (75 Mio. EUR) in Braamhoek.

"Diese Neuausrichtung der Energieversorgung ist für Südafrika ein großer Schritt weg von der Abhängigkeit von Kohlekraft und hin zu nachhaltiger Stromerzeugung. Mit dem Anschluss klimafreundlicher Energieerzeugungsalternativen kann das Land als größter CO2-Emittent Afrikas einen signifikanten Beitrag zum internationalen Klimaschutz leisten", sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit sind für die Menschen in Südafrika von großer Bedeutung. Während die Nachfrage nach umweltfreundlichem Strom in Südafrika wächst, konnte in den letzten Jahren das Stromnetz nur unzureichend ausgebaut und gewartet werden. Stromausfälle und Versorgungsschwankungen sind die Folge. Mit einem neuen Investitionsprogramm soll nicht nur das landesweite Übertragungs- und Verteilungsnetz ausgebaut, sondern auch die Integration erneuerbarer Energien von privaten Stromanbietern realisiert werden. Bis 2022 sollen insgesamt 15 Mrd. USD in Netzausbau und Verteilungsstrukturen investiert werden, davon allein 3 Mrd. USD in die Verbundnetz-Integration von erneuerbaren Energien. Das Darlehen wurde der ESKOM in südafrikanischer Währung (Rand) herausgelegt, und stellt die bislang größte Lokalwährungsfinanzierung der KfW Bankengruppe in einem Entwicklungs- bzw. Schwellenland dar.

 

Photovoltaik: White Label für Stadtwerke

E.ON baut sein Solar-Angebot weiter aus und bietet seine Produktpalette als White Label künftig auch Stadtwerken an. Damit können diese ihren Privat- und Geschäftskunden Photovoltaik-Anlagen unter der eigenen Marke anbieten. Weitere Vorteile: Die Stadtwerke können ihre Kunden noch stärker an der Energiewende teilhaben lassen und die Beziehungen durch ein erweitertes Produktangebot abseits des klassischen Strom- und Gasgeschäfts verbessern.

"Wir übernehmen die komplette Abwicklung im Hintergrund. Die Stadtwerke können sich voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und müssen keine eigenen Ressourcen zum Aufbau eines PV-Geschäfts investieren", erklärt Julian Lipinski, Geschäftsführer bei E.ON Energy Sales. "Das schließt einen Online-Auftritt im Stadtwerke-Design, die Beschaffung sowie die komplette Installation und Betreuung der Solaranlagen durch ausgewählte Handwerkspartner ein." E.ON übernimmt somit die Beschaffung sämtlicher Module und Komponenten, die Steuerung und Qualifizierung der regionalen Handwerkspartner sowie sämtliche Back-up-Prozesse. Die Stadtwerke profitieren von einem zentralisierten Einkauf und der stetigen Erweiterung um neue Services und Zusatzkomponenten wie Stromspeicher oder Visualisierungsmöglichkeiten. Stadtwerke können auch Teilleistungen buchen und den Rest in Eigenregie durchführen.

 

Photovoltaik: Mit neuen Geschäftsmodellen in die Zukunft

Ungeachtet sinkender Ölpreise wächst die weltweite Nachfrage nach Strom aus Photovoltaik (PV). Stark gefallene Systempreise begünstigen weltweit den Bau von PV-Kraftwerken. Gleichzeitig verändern sich die Geschäftsmodelle der Branche: Auslaufende staatliche Förderungen erfordern neue Finanzierungs- und Erlösmodelle und positionieren die Solarenergie als vielversprechende Investitionsmöglichkeit. Auf der Intersolar Europe in München trifft sich vom 10. bis 12. Juni 2015 die internationale Solarbranche, um sich über aktuelle Marktentwicklungen, neue Technologien und Anwendungsmöglichkeiten zu informieren.

Photovoltaik-Anlagen spielen bei der Stromerzeugung weltweit eine immer bedeutendere Rolle. Für 2015 rechnet das Marktforschungsunternehmen IHS damit, dass die Nachfrage um 16 bis 25 Prozent wachsen wird und das Zubau-Volumen 53 bis 57 Gigawatt (GW) erreichen kann. Während in Europa ein konstantes Wachstum erwartet wird, sind Märkte wie China, Japan und die USA die Wachstumstreiber der Branche.

 

Schon 2018 Netzparität in vier von fünf Ländern

Die Nachfrage nach Solarstrom wird auch trotz des sinkenden Ölpreises weiter wachsen, wie aus Berechnungen der Deutschen Bank hervorgeht. Der Analyse zufolge wird die Erzeugung von Solarenergie immer wirtschaftlicher. Solarmodule sollen demnach in den nächsten vier bis fünf Jahren um 40 Prozent billiger werden. Schon in drei Jahren könnten laut dem "2015 Solar Outlook" der Deutschen Bank in bis zu 80 Prozent der Märkte weltweit Netzparität erreicht sein.

Bereits heute haben private wie gewerbliche PV-Anlagen in vielen Ländern Netzparität erreicht: Sie produzieren Solarstrom zu Kosten, die bis zu 60 Prozent niedriger sind als die Tarife der Energieversorger. In Deutschland beispielsweise zahlen private Verbraucher nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft durchschnittlich pro kWh 29,13 Cent, während die Gestehungskosten für Solarstrom vom eigenen Dach bei 10-15 Cent liegen. Damit wird der Eigenverbrauch noch attraktiver und gibt zusätzliche Impulse für den wachsenden Markt der Speichersysteme.

 

Neue Wege für Solar-Investments

Zur gleichen Zeit findet eine weitere Entwicklung statt, die den Markt in vielen Ländern verändern wird: Staaten fördern Photovoltaik immer weniger. In Europa rückt das Ende der Einspeisevergütungen näher. In Deutschland beispielsweise sinkt gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz die Förderung schrittweise und soll nach Erreichen des Ausbauzieles ganz gestrichen werden. Die Branche hat reagiert und neue Geschäfts- und Finanzierungsmodelle entwickelt, die an Relevanz gewinnen. Die Bandbreite der Instrumente reicht inzwischen von Miet- und Leasingmodellen über die Direktvermarktung von Solarstrom bis hin zur börsennotierten Betreibergesellschaft, einer sogenannten Yield Co, und den Erwerb von Anteilen an Green Bonds.

 

Leasing-Modelle sind laut dem Zertifizierungs- und Beratungsunternehmen DNV GL derzeit vor allem in den USA verbreitet. Ein Investor finanziert dabei den Bau von Photovoltaik-Anlagen auf kleinen Häusern. Die Anlagen bleiben in seinem Besitz, die Eigenheimbesitzer bezahlen für die Nutzung der erzeugten Energie laufende Raten. Für institutionelle Investoren werden derweil Beteiligungen an Betreibergesellschaft und Green Bonds immer interessanter. Laut DNV GL flossen allein im Jahr 2013 Investments in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar in Green Bonds. Die aufgelegten Bonds können dabei entweder mit konkreten Projekten wie PV-Großkraftwerken verbunden sein oder sind allgemeiner auf Investitionen in grüne Infrastruktur festgelegt.

 

Intersolar Europe: Finanzierung und Märkte im Fokus

Für die Finanzbranche bieten die neuen Modelle die Möglichkeit, in eine zukunftssichere und seit vielen Jahren erprobte Technologie zu investieren, die als Pfeiler der Energieversorgung weiter ausgebaut werden wird. Rund 90 GW Leistung wurden mittlerweile in Europa installiert - das ist der weltweit größte Marktanteil. Die dabei über die Jahre gewonnenen Erfahrungen in Betrieb, Wartung und Management (O&M) von PV-Kraftwerken sorgen heute für eine hohe Investitionssicherheit. Das technische Know-How und neue Anwendungslösungen zeigen rund 1.000 Austeller vom 10. bis 12. Juni wieder auf der Intersolar Europe, der Informations- und Strategieplattform der Solarbranche.

 

Solaranlage für Kinderkrankenhaus stößt auf weltweites Interesse

"Vor kurzem habe ich das Kinderkrankenhaus St. Damien in Tabarre - die neue Solaranlage - besucht. Es sind vorwiegend die Organisationen, die schon lange in Haiti arbeiten, die durch ihre Arbeit Veränderungen bewirken können", sagte Oliver Jüngel von der deutschen Botschaft in Haiti. Das Kinderkrankenhaus ist eine Einrichtung von nuestros pequeños hermanos (nph) und der Ausgangspunkt für den Bau eines Solar Smart Grids (SSG), einem weltweit beachteten Pilotprojekt in Haiti. Neben Oliver Jüngel haben bereits zahlreiche Interessierte aus Haiti, Deutschland, den USA und anderen Ländern das Nachhaltigkeitsprojekt angeschaut.

 

Haitianische Regierung will künftig mehr regenerative Energien nutzen

Nur rund 25 Prozent der Haushalte sind in Haiti an das elektrische Netz angeschlossen. Elektrizität gibt es vor allem in Ballungszentren wie der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Energieversorgung hängt aber bis heute fast ausschließlich an Schwerölkraftwerken und Dieselgeneratoren. Rund sieben Prozent des Bruttoinlandproduktes muss die haitianische Regierung jährlich für den Export fossiler Brennstoffe ausgeben. Geld, das in anderen Bereichen fehlt. Die Regierung scheint willens, ihre bisherige Energiepolitik zu überdenken. Gemeinsam mit dem Worldwatch Institut, Washington, hat das haitianische Ministerium für Tiefbau, Transport, Energie und Kommunikation einen strategischen Plan erarbeitet, der auf die Nutzung nachhaltiger Energiequellen setzt. "Haiti hat die besten Voraussetzungen, um regenerative Energien effizient nutzen zu können. Sonne, Wind und Biomasse sind kostenlos. Nur die Technologie muss aufgebaut und nachhaltig im Land verankert werden", sagte Heiko Seeger, Geschäftsführer nph deutschland.

 

Intersolar Europe 2015: Intelligente Konzepte für eine zukunftsfähige Energieversorgung

Neben der solaren Energiegewinnung standen vor allem die Netzintegration, das intelligente Energiemanagement und die Speicherung erneuerbarer Energien im Mittelpunkt der internationalen Leitmesse. Die Stimmung bei Ausstellern und Besuchern war geprägt von den zunehmenden Investitionen in die Solarenergie und dem enormen Ausbau der Photovoltaik (PV) weltweit. Auch die Aussteller im Bereich Regenerative Wärme zeigten sich zuversichtlich was die Entwicklung im deutschen Markt angeht. Denn mit der Novelle des Marktanreizprogramms (MAP) hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erst kürzlich neue Impulse für den Wärmemarkt gesetzt.

 

Drehte sich die Welt der Photovoltaik jahrelang um die Energiegewinnung selbst, so rückt heute die Einbindung in die Stromnetze der Zukunft und das intelligente Management des Solarstroms in den Mittelpunkt. Damit werden auch effiziente Energie- und Batteriespeichersysteme immer wichtiger, denn sie gleichen nicht nur Lastspitzen aus und erhöhen die Verfügbarkeit des Sonnenstroms, sondern sind auch ein wichtiger Bestandteil der Netzintegration. Die wachsende Relevanz der Speichertechnik zeigte sich auch auf der Intersolar Europe und der parallel stattfindenden ees Europe: Verzeichneten die Messen letztes Jahr noch rund 250 Aussteller in diesen Bereichen, so waren es in diesem Jahr 330. Sinkende Preise treiben den Markt zusätzlich an: Solare Heimspeicher bis 10 Kilowattstunden (kWh) kosten heute 26 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Das ergab der am 10. Juni auf der Messe vorgestellte aktuelle Solarstrom-Preismonitor des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Intersolar Europe. Neben Stromspeichersystemen spielen dabei auch Wärmespeicher eine zunehmend wichtige Rolle in komplexen vernetzten Versorgungssystemen.

 

Die Veränderung des Branchenfokus hin zu intelligenten Systemen, Netzintegration und Energiespeicherung ist kein Zufall. Weltweit verzeichnet die PV-Branche ein enormes Wachstum. Nach Angaben des Branchenverbands SolarPower Europe (vormals EPIA) wurden 2014 weltweit über 40 Gigawatt (GW) PV-Leistung neu installiert. Die weltweite Gesamtkapazität erreichte damit im vergangenen Jahr 177 GW. Kein Wunder, denn in voraussichtlich zwei Jahren kann in 80 Prozent der Länder weltweit, eigener Strom mit PV preiswerter selbst erzeugt werden als dieser vom Stromversorger angeboten wird. In Deutschland ist der Eigenverbrauch für Wohnhäuser aber auch für die Industrie aufgrund der Kosten schon seit längerer Zeit attraktiv. Mit dem großen Zuwachs an Solarstrom stellt sich zunehmend die Frage, wie diese Mengen an erneuerbaren, dezentralen und fluktuierenden Energiequellen in die bisher zentralisierte Stromversorgung eingebunden werden können. Die Aussteller präsentierten dazu eine Vielzahl innovativer Lösungen. Dazu gehörten neben den Speichertechnologien auch neue Energiemanagementlösungen, intelligente Stromzähler und Systemtechnik, die nicht nur im privaten Eigenheim, sondern auch für Gewerbe und Industrie die verschiedenen Erzeuger und Verbraucher im Bereich Wärme und Strom verbindet und steuert. Auch zahlreiche Unternehmen der "klassischen" Energiebranche präsentierten sich und ihre Konzepte auf der Messe.

 

Photovoltaik im großen Stil

 

Nicht nur im "Smart Home" wird die Stromversorgung intelligent. Moderne Energiemanagementsysteme vernetzen kleine und große Erzeuger zu virtuellen Kraftwerken, die die Leistungen einzelner Anlagen bündeln und gemeinsam vermarkten. Auch Batterie- und Energiespeicher werden zunehmend virtuell vernetzt um deren Potenziale als "Schwarmspeicher" zu maximieren. Mit diesen und vielen weiteren neuen Konzepten entsteht eine Vielzahl von Geschäftsmodellen, die verstärkt auch wieder internationale Investoren und Unternehmen anziehen. Auch PV Großanlagen treiben den Markt an, was sich auf der Messe beispielsweise in der neuen Kooperation von SMA Solar und Siemens zeigte, die in Zukunft gemeinsam große Solarparks realisieren wollen.

 

Projekt zu Brandrisiken bei PV-Anlagen erfolgreich abgeschlossen - TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE veröffentlichen Leitfaden

Fast vier Jahre lang hat ein Forscherteam aus Deutschland und der Schweiz die Brandrisiken bei Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Sonnenenergie untersucht. Jetzt liegen die Ergebnisse in Form eines über 300 Seiten starken Leitfadens vor: Unter Federführung des TÜV Rheinland zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE haben die Experten einen Leitfaden mit Empfehlungen für die brandschutzgerechte Planung, Installation und den Betrieb von PV-Anlagen veröffentlicht. Dieser kann kostenfrei unter www.pv-brandsicherheit.de abgerufen werden. Florian Reil, Geschäftsfeldleiter Solarenergie bei TÜV Rheinland und Projektleiter, fasst die Ergebnisse so zusammen: »Brandrisiken bei Solaranlagen sind gering, aber sie lassen sich leicht noch weiter reduzieren. Dazu können eine verbesserte Qualifizierung der Installateure, eine technische Abnahme und regelmäßige Überprüfung der Anlagen sowie schließlich technische Entwicklungen wie Detektoren für gefährliche Lichtbogen beitragen.« Denn die häufigsten Brandursachen sind Installationsfehler gefolgt von Produkt- und Planungsmängeln. Hermann Laukamp, beim Fraunhofer ISE für die Analyse der Schadensfälle zuständig, ergänzt: »Ein wichtiges Ziel des Projekts war es auch, die z. T. emotional geführte Berichterstattung zum Thema PV-Brandsicherheit zu versachlichen. Dies ist gelungen, und durch die intensive Aufklärungsarbeit konnte auch innerhalb der Feuerwehren manches Vorurteil ausgeräumt werden.«

 

Die Forscher konnten für die zurückliegenden Jahre rund 210 Fälle ermitteln, in denen Brände durch PV-Anlagen verursacht wurden. Dabei blieb der Schaden in 130 Fällen auf die Anlage begrenzt und in etwa 80 Fällen war das Gebäude betroffen. In Anbetracht der über 1,5 Millionen in Betrieb befindlichen PV-Anlagen in Deutschland ist das nach Ansicht der Experten zwar eine sehr geringe Zahl, durch die fortschreitende Alterung der Anlagen ist allerdings mit einem Anstieg in den nächsten Jahren zu rechnen. Denn mit zunehmender Alterung der Materialien werden Isolationsfehler, Kontaktprobleme und Übergangswiderstände zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist der jetzt veröffentlichte technische Leitfaden besonders wichtig, da er Hilfen zur Reduzierung dieser Risiken bietet. Der Leitfaden gibt Auskunft zur Bewertung möglicher Brandrisiken, die durch eine PV-Anlage selbst oder auch fremdbedingt sein können. Ferner werden Möglichkeiten zur Reduzierung des Brandrisikos dargestellt und die Sicherheit von Rettungskräften und Feuerwehren im Einsatz beleuchtet. Ziel ist es, auf allen Ebenen – von der Planung über die Auswahl der Produkte, die Installation und den Netzanschluss mit Abnahme bis zum dauerhaften Betrieb – und selbst im Schadensfall ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu schaffen, um Photovoltaik als verlässliches Element einer zukunftsfähigen Energieversorgung zu etablieren. Deutschland ist hierbei insbesondere wegen der breiten und langjährigen Erfahrung beim Einsatz von Solarenergie zur Stromerzeugung ein wichtiger internationaler Leitmarkt.

 

TÜV Rheinland und das Fraunhofer ISE haben das Forschungsprojekt zum vorbeugenden Brandschutz bei PV-Anlagen seit 2011 durchgeführt. Weitere Partner des Projekts waren u. a. die Branddirektion München, Energiebau Solarsysteme, die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), Currenta sowie die Berner Fachhochschule. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts fließen auch in die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Dienstleistungsangebots zur Qualitätssicherung von PV-Kraftwerken des Fraunhofer ISE ein. Damit wird sichergestellt, dass die Prozeduren zur umfassenden Qualitätssicherung von der Planung bis zum laufenden Betrieb eines Kraftwerks dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen.

 

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