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Windindustrie senkt Kosten deutlich

Strom aus Windenergieanlagen lässt sich heute im Durchschnitt um 12 Prozent günstiger erzeugen als vor vier Jahren. Das liegt an kosteneffizienter optimierter Anlagentechnologie und aktuell niedrigen Finanzierungskosten. Das Zinsniveau und die Regelung zum Aussetzen der Vergütung bei negativen Strompreisen im EEG bergen jedoch Kostenrisiken. Die mittleren Stromgestehungskosten der Windenergie an Land, berechnet auf 20 Jahre Betrieb, bewegen sich 2016/2017 je nach Standort in einer Bandbreite von 5,3 bis 9,6 Cent pro Kilowattstunde. Im Durchschnitt sind die Kosten im Vergleich zu 2012/2013 damit um 12 Prozent gesunken. Dies belegt die gemeinsam vom Bundesverband WindEnergie e.V. und VDMA Power Systems beauftragte aktuelle Studie der Deutschen WindGuard zur „Kostensituation der Windenergie an Land“. Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems, und Hermann Albers, Präsident des BWE, fassen die Ergebnisse zusammen: „Die Windindustrie kann damit die Kostenreduktionsziele des 2014 beschlossenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erreichen.“

 

Windkraft auf dem Sprung in den Minutenreservemarkt

"Mit der Veröffentlichung des Leitfadens zur Präqualifikation von Windenergieanlagen sind die Weichen für eine weitere Integration der erneuerbaren Energien in die Regelenergiemärkte gestellt", betont Matthias König, Vorstand des Windenergieunternehmens ENERTRAG. Technisch sei die Teilnahme von Windenergie an den Regelenergiemärkten kein Problem. Gemeinsam mit dem Direktvermarkter GESY Green Energy Systems (GESY) und der Stadtwerke-Kooperation Trianel, hat ENERTRAG in den letzten 15 Monaten ein neues Verfahren entwickelt, um mit Windenergie am Sekundär- und Minutenreservemarkt teilzunehmen. "Unsere Tests mit den unterschiedlichen Windenergieanlagen von ENERTRAG sind positiv verlaufen. Die Windkraft hat das große Potenzial, über die Regelenergiemärkte eine größere Systemverantwortung und traditionelle Aufgaben der konventionellen Erzeugung für die Versorgungssicherheit in Zukunft zu übernehmen", so König weiter. Das neue technische Verfahren zur Einbindung von Windenergieanlagen wurde an unterschiedlichen Windenergieanlagen von ENERTRAG getestet und geht über das herkömmliche Zusammenschalten von Windenergieanlagen über ein virtuelles Kraftwerk hinaus. Das Verfahren ermöglicht die genaue Ermittlung von Einspeiseleistungen und damit eine hohe Prognosequalität. ENERTRAG ist hier der führende Technologieentwickler. Das Unternehmen verfügt über große Windparks mit direktem Anschluss an das europäische Verbundnetz, eigene Umspannwerke, eine zentrale Leitwarte und die innovative Steuerungssoftware "PowerSystem". "Technisch erfüllen wir damit bereits heute die regulatorischen Vorgaben der Übertragungsnetzbetreiber", betont König.

 

Energiewende: Ausbau von Offshore-Wind-Anlagen in Deutschland liegt erstmals im Plan

Energiewende-Index von McKinsey zeigt: Verbesserungen auch bei Anbindung der Windparks - Zentrale Ziele der Energiewende aber weiterhin unerreichbar: CO2-Ausstoß und Kosten durch EEG-Umlage deutlich zu hoch. Der positive Trend, den der Energiewende-Index Deutschland 2020 seit seiner Einführung im Jahr 2012 verzeichnet, setzt sich fort. Von den 15 Indikatoren, die halbjährlich von der Unternehmensberatung McKinsey & Company zum Status der Energiewende untersucht werden, liegen aktuell nur noch sechs deutlich hinter Plan zur Zielerreichung. Vor einem halben Jahr waren es noch sieben. Erstmals liegt der Indikator für den Offshore-Wind-Ausbau im Plan. Auch der Indikator, der die Anbindung der Offshore-Windparks erfasst, hat sich verbessert. Deutlich hinter den von der Politik gesetzten Zielen verbleiben allerdings die zentralen Indikatoren CO2-Ausstoß und EEG-Umlage. Die Aussichten auf eine Trendwende bis 2020 stehen bei diesen beiden Indikatoren nachhaltig schlecht. Beim CO2-Ausstoß müssten noch Einsparungen in Höhe von 181 Millionen Tonnen (Mt) erreicht werden. "Um dieses Ziel für 2020 zu erreichen, müssten sich ab sofort die durchschnittlichen jährlichen CO2-Minderungsraten gegenüber dem Zeitraum 2000 bis 2014 in etwa vervierfachen", stellt McKinsey-Direktor Thomas Vahlenkamp fest, der den Index entwickelt hat. Der Energiewende-Index von McKinsey bietet alle sechs Monate einen Überblick über den Status der Energiewende in Deutschland.

 

Öffentliche Beteiligung ist Erfolgsfaktor für Windenergie-Projekte

Die Akzeptanz von Windparkanlagen steht und fällt mit der frühzeitigen und umfassenden Einbindung der Öffentlichkeit. EU-weit nutzen daher Unternehmen der Windbranche vermehrt Kommunikations- und Kooperationsmaßnahmen, allerdings setzen sie diese nicht strategisch genug ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 200 Stakeholdern der Windbranche wie etwa politischen Entscheidern aus Kommunen, NGOs, Banken und Genossenschaften, die im Rahmen des EU-Projekts WISE Power zwischen August 2014 und Februar 2015 durchgeführt wurde. Die Befragung in Deutschland koordinierte die Deutsche Energie-Agentur (dena).

"Die Akteure der deutschen und europäischen Windbranche haben erkannt, wie wichtig die soziale Akzeptanz für den nachhaltigen Erfolg ihrer Projekte ist und setzen bereits verstärkt auf einzelne Informationsmaßnahmen", sagt Oliver Frank, dena-Bereichsleiter Erneuerbare Energien und energieeffiziente Mobilität. "Informieren allein reicht aber nicht. Wir benötigen ganzheitlich strukturierte Beteiligungskonzepte, die die Bürger direkt einbinden."

In der Branche besteht Konsens darüber, dass vor allem die direkte Beteiligung, wie etwa bei Genossenschaftsmodellen, die Akzeptanz von Windprojekten erhöht. Dennoch setzen die befragten Projektierer bei der Beteiligung der Öffentlichkeit in erster Linie auf einzelne Kommunikationsmaßnahmen statt auf strategische Gesamtkonzepte. Lediglich 27 Prozent bestätigen, dass sie ein strukturiertes Standardvorgehen zur Öffentlichkeitsbeteiligung eingehalten haben.

 

Windenergie Offshore und an Land – Halbjahreszahlen 2015 in Deutschland

Die Windenergie an Land zeigt im ersten Halbjahr einen Rückgang. Trotzdem prognostizieren die Verbände für das Gesamtjahr 2015 einen Zubau von netto mindestens 4.000 Megawatt in Deutschland. Die Klimaziele werden so erreichbar. Doch die Hersteller sind von den starken Auf- und Abschwüngen des Marktes belastet. Sie setzen auf einen Rahmen, der künftig einen kontinuierlichen Ausbau gewährleistet. Im ersten Halbjahr 2015 wurde in Deutschland eine Windenergie-Leistung von netto rund 1.093 Megawatt zugebaut. Dies entspricht einem Rückgang um ein Drittel (34 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit dem Rekordwert von 1.659 Megawatt. Das macht das erste Halbjahr 2015 immer noch zum zweitbesten der Geschichte der Windenergie in Deutschland. Nimmt man die Leistung der im ersten Halbjahr abgebauten und ersetzten Anlagen von 92 Megawatt hinzu, so ergibt sich ein Bruttozubau von 1.185 Megawatt.

 

VDMA Power Systems erwartet ein starkes zweites Halbjahr 2015 und einem Jahreszubau von netto 4.000 bis 4.500 Megawatt Leistung. Das ergibt eine Gesamtleistung der Windenergie an Land von mindestens 42.000 Megawatt am Ende des Jahres. Ausschlaggebend sind laut Bundesverband Windenergie drei drohende Restriktionen in 2016: Erstens setzt die im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankerte Degression der Vergütung ein. Zweitens schafft die bei negativen Strompreisen über einen längeren Zeitpunkt ausgesetzte Vergütung ab dem kommenden Jahr zusätzliche Unsicherheit. Drittens zieht das Zinsniveau wieder an. „Die Transformation im Strommarkt schreitet voran. Die kostengünstige Windenergie hat weiterhin große Ressourcen. Sie ist, wie der weitere Ausbau der Bioenergie und der Solarenergie, unerlässlich um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Zudem gilt es, die bislang stiefmütterlich behandelten Sektoren Mobilität und Wärme stärker in den Blick zu nehmen. Diese müssen für erneuerbare Energien geöffnet werden. Ein dynamischer Ausbau der Windenergie an Land und ein barrierefreier Zugang in Richtung Mobilität und Wärme werden dazu beitragen, dass die international vereinbarten Gesamtziele der Klimapolitik erreichbar sind“, macht Hermann Albers, Präsident des Bundesverband Windenergie deutlich.

 

„Die deutsche Windindustrie ist mit einem starken Heimatmarkt und einer Exportquote von bis zu 60 Prozent gesund. Der Weltmarkt wächst von einem Niveau von 50.000 Megawatt in 2014 jährlich um etwa 5 Prozent. In Deutschland gefertigte Anlagen machen ein Fünftel der 2015 global installierten Leistung aus. Doch der Ausbau von Windenergie an Land muss sich auch in Deutschland künftig gleichförmig entwickeln. Denn die Windturbinenhersteller und ihre gesamte Lieferkette sind belastet durch den ständigen Wechsel zwischen Phasen der Investitionszurückhaltung wegen unsicherer künftiger Rahmenbedingungen und Phasen mit Schlussverkaufsstimmung durch Vorzieheffekte“, sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems. „Dafür sollten die Volumina für Ausschreibungen ab dem Jahr 2017 geglättet werden und den durchschnittlichen Abbau über einen längeren Zeitraum berücksichtigen.“

 

Offshore-Windenergie Halbjahreszahlen 2015 in Deutschland

 

Ausbau verläuft nach Plan: 1.765 Megawatt neu am Netz. Im ersten Halbjahr 2015 gingen 422 Offshore Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.765,3 Megawatt neu ans Netz. Auf See speisten damit zum 30. Juni 2015 insgesamt 668 Anlagen mit einer Leistung von 2.777,8 Megawatt Strom ein. Mit diesen Offshore-Windenergieanlagen kann das System etwa drei Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Zudem stehen 90 Anlagen mit einer Leistung von 380,7 Megawatt vor ihrem Netzanschluss und für 84 weitere Anlagen wurden bereits Fundamente errichtet. Daher rechnet die Branche für das Jahr 2015 insgesamt mit etwa 2.250 Megawatt an neuen Offshore-Windenergie-Kapazitäten am Netz. In der deutschen Nord- und Ostsee werden zum Jahresende wie geplant Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 3.300 Megawatt am Netz sein.

 

Die an der Zahlenerhebung beteiligten Verbände und Organisationen stimmen überein: Damit wird Deutschland zum Ende dieses Jahres die Hälfte der für 2020 geplanten 6.500 Megawatt erreicht haben. Die zweite Hälfte kann in den folgenden Jahren sukzessive umgesetzt werden. “Der Ausbau geht mit weiteren Projekten voran: Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 704,4 Megawatt sind in neun Projekten in Bau. Für fünf weitere Projekte mit 1.482,8 Megawatt liegen die finalen Investitionsentscheidungen vor“, meldet Dr. Jörg Buddenberg, Vorstandsvorsitzender Arbeitsgemeinschaft Offshore-Windenergie. Für den künftigen Ausbau der Offshore-Windenergie ist ein kontinuierlicher Aufbau der Netzinfrastruktur nötig, anders als dies die Bundesnetzagentur (BNetzA) im aktuellen Entwurf für den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP 2015) vorsieht. „Für die Zeit nach 2020 sind ausreichende Netzkapazitäten von zentraler Bedeutung. Nur so erhalten die Unternehmen Planungssicherheit für weitere Investitionen. Denn Offshore-Windenergieprojekte sind durch lange Vorlaufzeiten und hohe Investitionssummen geprägt. Je geringer die Anzahl der Netzanbindungssysteme, auf denen Kapazität zur Verfügung steht, desto beschränkter ist auch der im Rahmen von zukünftigen Ausschreibungen angestrebte Wettbewerb zwischen den Projekten. Die mit dem Wettbewerb angestrebte Senkung der Stromgestehungskosten würde unnötig erschwert, wenn das Netz wieder zum Engpass werden würde“, sagt Jörg Kuhbier, Vorstandsvorsitzender Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE.

 

Das Design des Ausschreibungsmodells im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2016 wird entscheidend für die Zukunft der Offshore-Windenergie sein. „Die Offshore-Windindustrie braucht schon 2016 Klarheit über das Ausschreibungsdesign, damit der Ausbau kontinuierlich vorangetrieben werden kann. Um ein Stop-and-go im Markt zu vermeiden, ist es zudem bei jedem Modell unabdingbar, klare Regelungen zu schaffen für den Übergang von der Festpreisvergütung hin zur wettbewerblichen Ausschreibung. So werden wir Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland halten und durch zusätzliche Exporte ausweiten", sagt Norbert Giese, Vorsitzender des VDMA-Lenkungskreises Offshore Windindustrie und Vorstand der Windenergie-Agentur WAB. „Nachdem die Offshore Windenergie nach vielen Jahren der Vorinvestitionen nun einen immer wichtigeren Beitrag zur Energiewende leistet, kann die Umstellung auf Ausschreibungen erneut die Investitionssicherheit gefährden. Insbesondere die Infragestellung der Eigentumsverhältnisse verunsichert die Projektentwickler. Um die zweifelsohne bestehenden Kostensenkungspotentiale dieser wichtigen Technologie zu heben, braucht es Verlässlichkeit auf Seiten der Politik“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

 

Senvion liefert 54 Turbinen für Offshore-Windpark Nordsee One

Die Senvion SE, einer der größten Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft innerhalb von Suzlon, dem fünftgrößten* Windenergieanlagenhersteller der Welt, liefert 54 Windenergieanlagen für den Offshore-Windpark Nordsee One in der deutschen Nordsee, der 40 Kilometer nördlich der Insel Juist entstehen wird. Durch die große Entfernung zum Festland wird der Windpark von der Küste aus nicht sichtbar sein. Den Vertrag für die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der 54 Senvion 6.2M126 hat Senvion mit der Projektgesellschaft Nordsee One GmbH im Dezember 2014 in Hamburg unterschrieben, nun sind auch die Finanzierungsverträge abgeschlossen worden. Jede Turbine verfügt über eine Nennleistung von 6,15 Megawatt (MW) und kann damit rund 4.000 Haushalte mit Strom versorgen. Nach der geplanten Fertigstellung im Herbst 2017 wird der Offshore-Windpark Nordsee One über eine installierte Leistung von 332 MW verfügen und umgerechnet mehr als 215.000 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen.

Verbraucher bezahlen mehr als 100 Mio. Euro für Abregelung von Windrädern

Die Stromverbraucher in Deutschland haben 2014 so viel für die Zwangsabregelung von Windrädern bezahlt wie noch nie. Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins 'Capital' , Ausgabe 8/2015, übertrafen die Entschädigungen an die Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen erstmals die Grenze von 100 Mio. Euro - nach 43,7 Mio. Euro im Jahr 2013. Allein die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50Hertz, in deren Versorgungsgebieten im Norden und Osten des Landes der weitaus größte Teil der deutschen Windkraftleistung installiert ist, zahlten zusammen rund 80 Mio. Euro für nicht ins Netz eingespeisten Strom. Nach Unternehmensangaben fielen bei Tennet etwa 55 Mio. Euro an, bei 50Hertz waren es 25 Mio. Euro. Hinzu kommt ein zweistelliger Millionenbetrag bei den Betreibern der örtlichen Verteilnetze, an die die Mehrheit der Erneuerbaren-Anlagen angeschlossen ist. Bei den betroffenen Anlagen handelt es sich in etwa neun von zehn Fällen um Windräder, die wegen Überlastung der Stromnetze aus dem Wind gedreht werden müssen. Die Entschädigungen für die Eigentümer werden über die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt. Auch für dieses Jahr erwarten die Netzbetreiber eine weitere drastische Zunahme der Eingriffe. Allein für Tennet würden die Kosten voraussichtlich 150 Mio. Euro erreichen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Urban Keussen, dem Wirtschaftsmagazin 'Capital'. "Die Erneuerbaren drücken ins Stromnetz und es gibt immer mehr Netzengpässe, die wir nur entlasten können, indem wir sogar Windkraftanlagen abregeln." Tennet betreibt unter anderem die Strom-Autobahnen in Schleswig-Holstein, wo besonders viele Windparks ins Netz einspeisen. Keussen rechnet damit, dass seine Netzmanager in diesem Jahr voraussichtlich mehr als eine Million Megawattstunden Windstrom abregeln müssen. Auch 50Hertz erwartet in seinem Versorgungsgebiet nach Angaben eines Unternehmenssprechers einen weiteren deutlichen Anstieg der sogenannten Ausfallarbeit und der daraus folgenden Entschädigungszahlungen. Die sprunghaft steigenden Kosten für die Abregelung von Windrädern sind eine Folge des rasanten Ausbaus der regenerativen Energien. Entlastung versprechen sich die Netzbetreiber von den Plänen für den Netzausbau, die Bund und Länder im Zuge der Energiewende beschlossen haben. "Wir brauchen dringend neue Stromverbindungen von Nord nach Süd, um den Windstrom aus Nord¬deutschland abzutransportieren", sagte Tennet-Chef Keussen. Dabei spiele die SuedLink-Trasse von Schleswig-Holstein nach Bayern eine wichtige Rolle.

 

Stadtwerke vollenden Pionierleistung in der Nordsee

Der Trianel Windpark Borkum ist am Netz und produziert mit voller Leistung Strom. "Rund ein Jahr nach Fertigstellung sind alle 40 Anlagen aufgeschaltet und im Probebetrieb", teilt Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG, mit. Der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas mit 40 Windenergieanlagen und einer Leistung von 200 MW liegt rund 45 Kilometer vor der Küste der Nordseeinsel Borkum. Der Bau des Windparks startete im September 2011 mit der Errichtung der Tripod-Fundamente in der Nordsee. "Wir haben damals Neuland betreten und sind heute stolz, gemeinsam mit unseren Gesellschaftern, Lieferanten und Mitarbeitern dieses Pionierprojekt vollendet zu haben", so Horstick. Sorge bereitete lange die Netzanbindung. Der Übertragungsnetzbetreiber hatte die Netzanbindung immer wieder verschoben und so den geplanten Bauablauf durcheinander gebracht. "Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der letzten Anlage sind wir nun im Probebetrieb. Im August werden die Anlagen in den Regelbetrieb überführt", so Horstick.

 

Windenergiebranche präsentiert neue Anlagen auf der HANNOVER MESSE

Die beeindruckenden Ausbauzahlen des Jahres 2014 haben das Selbstbewusstsein der Windenergiebranche weiter gestärkt. Diese noch junge Branche hat sich inzwischen einen festen Platz in der Industrie erarbeitet und spielt eine integrale Rolle in der Energiewirtschaft der Zukunft. Dabei stehen die Perspektiven für die Anlagenhersteller nach wie vor auf Wachstum.

Um die Kosten für die Erzeugung von Windstrom noch weiter zu senken, forschen die Hersteller in enger Kooperation mit Wissenschaftlern rund um den Globus nach mannigfaltigen Effizienzsteigerungen. Konstruktion, Logistik, Verfügbarkeit, Instandhaltungsmanagement, Netztauglichkeit und die Entwicklung neuer Anlagen stehen im Fokus. So rückt Deutschlands führender Hersteller Enercon seine neue Vier-MW-Plattform E-126 EP4 auf der HANNOVER MESSE 2015 in den Mittelpunkt. Sie hat einen Rotordurchmesser von 126 Metern und eine Nennleistung von 4,2 MW. In einem multimedialen Showroom wird sie mit maßstabsgetreuen Modellen und Animationen erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Errichtung des Prototyps ist für Ende dieses Jahres vorgesehen; der Start der Serienfertigung soll schon im Jahr 2016 folgen. Neben dem Hauptstand in Halle 27 (Standnummer L13) ist Enercon in diesem Jahr auch wieder im Ausstellungsbereich "Job & Career" in Halle 17 vertreten, um über die umfangreichen Karrieremöglichkeiten bei Enercon sowie über Praktika und Abschlussarbeiten für Studierende zu informieren.

Der Hamburger Mitbewerber Nordex SE lenkt dagegen den Blick der Besucher auf seine erfolgreiche Binnenlandtechnologie in der IEC-3-Klasse. "Unsere Anlagen N117/2400 und N131/3000 treiben mit hohen Türmen auch künftig unser Wachstum an und stehen daher im Vordergrund unseres Messeauftritts", unterstreicht Pressesprecher Felix Losada. Nordex hat sich im Segment für windschwache Standorte in den letzten Jahren zu einem der Marktführer entwickelt. Darüber hinaus nimmt auch die Generation Delta mit ihren Anlagen für Stark- und Mittelwind immer mehr Fahrt auf - in der Türkei wie auch in Skandinavien. "Neue zusätzliche technische Optionen wie das Anti-Icing-System zur Verhinderung von Eisbildung an den Rotorblättern erleichtern den Zugang in nordische Regionen", erklärt Losada und verweist auf das 30-jährige Firmenjubiläum, das man mit den Kunden zusammen feiert. Für die Zukunft, sagt Losada weiter, "erwarten wir zu dem weiterhin gute Impulse in Deutschland, Frankreich, Finnland und der Türkei. Aber auch Polen steht auf der Agenda unserer Vertriebsaktivitäten. Neue Märkte sehen wir überdies in Litauen und Uruguay."

Während Enercon und Nordex das Meer meiden, gehört die Senvion SE schon seit rund einem Jahrzehnt zu den Herstellern, die sowohl für das Land als auch fürs Meer Anlagen liefern. "Es ist unsere Verantwortung, für eine möglichst effiziente und zuverlässige Nutzung der Windenergie zu sorgen - jetzt und in Zukunft, sowohl onshore als auch offshore. Wir wissen, wie wir die Strom enstehungskosten senken und gleichzeitig für mehr Ertrag sorgen", hebt Senvion CTO Russell Stoddart hervor. Onshore setzt das Unternehmen auf seine bewährte Drei-Megawatt-Baureihe, von der seit Markteinführung im Jahr 2009 über 500 Anlagen installiert wurden. "Mit der 3.XM-Serie bieten wir unseren Kunden State-of-the-art-Technologie für eine wirtschaftliche Energiegewinnung", stellt Stoddart fest.

Im Zuge einer erfolgreichen Energiewende - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit - will Senvion in seinen fünf Topmärkten Deutschland, Großbritannien, Australien, Kanada sowie Frankreich weiter profitabel wachsen und im Offshore-Bereich unter den ersten Drei bleiben. Eine realistisches Ziel, denn mit den ersten drei großen Serienaufträgen für die neu entwickelte 6.2M126, unter anderem für den Offshore-Windpark Nordergründe in der Wesermündung, geht Senvion derzeit in die Offensive.

Dabei werden die Aufgaben für die gesamte Windenergiebranche in den nächsten Jahren noch größer. Nach den Plänen der Bundesregierung, dies bekräftigte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Januar auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2025 auf bis zu 45 Prozent steigen und 2050 mindestens schon 80 Prozent betragen, wovon sicherlich ein großer Teil von der Windenergie beigesteuert werden muss. "Wir sichern der Bundesregierung das Erreichen dieser Ausbauziele zu", gibt sich Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), im Einklang mit dem VDMA Power Systems indessen zuversichtlich. Vorausgesetzt allerdings, dass der Ausbau der Windenergie kontinuierlich vorangehe. "Politik muss jetzt für einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen sorgen und insbesondere das Strommarktdesign so ausrichten, dass Flexibilität belohnt wird", fordert Albers im Namen der Windenergie. Dabei gehen sowohl VDMA Power Systems als auch BWE davon aus, dass sich der deutliche Zubau nicht auf die Strompreise auswirken wird.

KfW IPEX-Bank und BayernLB arrangieren Windparkfinanzierung in Uruguay

Die KfW IPEX-Bank und die BayernLB haben gemeinsam die Finanzierung des Windparks "Pampa" in Uruguay arrangiert. Das Projekt umfasst 59 Windkraftanlagen, deren schlüsselfertige Errichtung und anschließende Wartung für mindestens zehn Jahre der deutsche Hersteller Nordex SE verantwortet. Auftraggeber ist der staatliche Energieversorger Administración Nacional de Usinas y Trasmisiones Eléctricas (UTE). Als größter Windpark Uruguays soll Pampa bis Mitte 2016 ans Netz gehen und jährlich bis zu 640 GWh "grüne" Energie liefern - ausreichend, um rund 180.000 landestypische Haushalte zu versorgen. Die Gesamtinvestitionskosten des Projekts, das im Departamento Tacuarembó im Zentrum Uruguays entsteht, liegen bei rund 320 Mio. USD. Die Finanzierung in Höhe von 224 Mio. USD ist mit einer Exportkreditversicherung des Bundes versehen.

 

Bremer Energiekontor AG errichtet neuen Windpark

Nach der Finanzierungszusage für den niedersächsischen Windpark Appeln (11,4 MW) erreicht die Energiekontor AG mit der Kreditvalutierung des Windparks Luckow-Petershagen einen weiteren wichtigen Meilenstein für das Jahresziel 2015. An diesem Standort werden vier Anlagen vom Typ GE 2.75-120 mit einer Nennleistung von jeweils 2,75 MW, also insgesamt 11 MW, errichtet. Der Windpark befindet sich im Landkreis Uckermark in Brandenburg und ist bereits im Bau. Die Inbetriebnahme soll bis Ende 2015 erfolgen. Die Anlagen haben einen Rotordurchmesser von 120 Metern bei einer Nabenhöhe von 139 Metern. Die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit beträgt rund 6,57 Meter pro Sekunde. Auf dieser Basis ist mit einem Jahresnettoenergieertrag von rund 26 Millionen Kilowattstunden zu rechnen, ausreichend um damit rechnerisch ca. 7.500 Haushalte mit Strom zu versorgen.

 

American Capital Energy & Infrastructure kündigt Investitionszusage in Westafrikas größten Windpark an

American Capital Energy & Infrastructure ("ACEI") kündigte eine Investitionszusage in Senegals erstes Windenergieprojekt in industriellem Maßstab und den größten geplanten Windpark Westafrikas an. Das Projekt hilft dem Land, seine Abhängigkeit von teuren, mit Öl befeuerten Kraftwerken zu reduzieren. Die Gesamtinvestition in dieses Projekt wird auf EUR 305 Millionen geschätzt, von denen ACEI voraussichtlich ca. EUR 76 Millionen an Kapital beitragen wird. Der Rest soll von bevorrechtigten und Mezzanine-Kreditgebern kommen. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Windpark mit einer Kapazität von 151,8 MW, der sich in Taiba Ndiaye in Senegal, etwa 75 km nordwestlich von Dakar befindet. Er ist ein nennenswerter Teil des senegalesischen Regierungsplanes zur Erhöhung der Energiesicherheit durch Diversifizierung des Energiemix und stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien, um den schnell steigenden Energiebedarf des Landes zu decken. Der vom Projekt erzeugte Strom wird im Rahmen eines 20-jährigen Stromabnahmevertrages, der 2013 unterzeichnet wurde, an Senelec (Societe Nationale d'Electricite du Senegal), das nationale Versorgungsunternehmen geliefert.

 

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